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Der Euro hat es nicht leicht. Als eine Währung, die keinen Eigentümer hat, wird sie von den Bürgern der Eurozone nicht geschätzt. Das ist auch nicht unverständlich, da niemand die Menschen gefragt hat. Der Euro wurde ihnen einfach vorgesetzt. Nicht die Menschen haben den Euro bekommen, der Euro hat die Menschen bekommen. Und jetzt, wo die Macht des Euros zerfällt, will sich niemand aufmachen, die Währung zu verteidigen. Der Euro verliert gerade sein Fundament, doch das Kapitel ist noch nicht zu Ende.

In den Staaten, in denen die Menschen gefragt wurden, ob sie denn die neue Währung haben wollen, wie z.B. England oder Schweden, da haben die Bürger „Nein, danke“ gesagt. In den Staaten, bei denen der Euro vorgesetzt wurde, so wie in Deutschland, da hat die neue Währung Teuerung mitgebracht und das Ersparte der Bürger entwertet. Das war schon damals kein guter Anfang.

Überhaupt ist die Bilanz des Euros recht dürftig. Die Deutschen sind verhasst in den Mittelmeerstaaten. Wo auch immer die Kanzlerin hinkommt, sie wird unfreundlich empfangen. So hat man sich eine gemeinsame Währungszone wohl nicht vorgestellt. Die EZB ist ein Schatten ihrer selbst, sie hat ihr Mandat schon längst aufgegeben und sich vor den Karren der Politik spannen lassen. Der Euro hat einen Wohlstand vorgegaukelt, den es gar nicht gegeben hat. Die Griechen haben über ihre Verhältnisse gelebt, weil der Euro das so ermöglichte. Jetzt blutet das Volk. Die Spanier haben sich in einen Immobilienboom gestürzt, jetzt leiden die Bürger Not.

Der Euro hat auch die Staatengemeinschaft entzweit. Jetzt stänkern die Finnen gegen die Griechen, die Holländer gegen die Portugiesen und die Deutschen gegen alle. Als Sparkommissar macht sich Deutschland nun wirklich keine Freunde, aber das hatten wir bereits. Ein deutlicher Riss zwischen Nord- und Südeuropa ist zu erkennen. Von einer Gemeinsamkeit, von einem Miteinander, ist nichts mehr zu spüren. Niemand will dem anderen mehr helfen. Der Verbund fällt gerade auseinander.

Die Währung Euro ist ein Kunstprodukt. Nur solange es jemanden gibt, der sie nutzen will oder noch akzeptiert, besteht sie noch. Noch zwingt die europäische Zentralbank Staaten und Bürger mit dem Euro zu zahlen, nur wie lange kann sie das noch? Die Macht der EZB schwindet immer mehr. Die EU streitet sich gerade mit dem IWF. Lügen und Scheinwelten sind zur Regel geworden. Inmitten dieses großen Chaos finden sich immer mehr Bürger, die den Euro nicht mehr wollen. Auf der Straße wünscht man sich schon länger die alte lokale Währung zurück. Diejenigen, die nicht warten wollen, tauschen ihre Euros bereits gegen eine andere außereuropäische Währung und manche tauschen ihre Euros gegen Gold und Silber.

Vielleicht hat der Abverkauf des Euro schon begonnen. Sein Ende war schon Ende 2011 beschlossen und das letzte Kapitel begann. Ein Auszug aus unserem Artikel "Euro Ende: Das letzte Kapitel beginnt"

Gestern wurde das letzte Kapitel im Buche der Eurorettung begonnen. Es sind die letzten Zeilen einer Lektüre, die auf das spannende Finale zusteuert. Eines ist gestern klar geworden. Mit Geld kann man nichts retten. Das hat man seit dem Ausbruch der Finanzkrise versucht und zu keiner Zeit damit Erfolg gehabt. Der Euro wird scheitern.

Wie wir alle verfolgen können, befinden wir uns auf den letzten Seiten dieses Kapitels. Der Euro siecht dahin.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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