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Mit einem ordentlichen Wumms werden gerade Aktien abgestoßen. So kann man den gerade ablaufenden Abverkauf an der deutschen Börse bezeichnen. Nachdem der Morgen noch mit Unentschlossenheit einherging, ist nun die Luft raus aus der Spekulation. Die Wahl des US-Präsidenten hat nicht den Treibstoff für weiter steigende Kurse geliefert. Der Grund ist denkbar schlicht. Welche Erfolgsgeschichte sollte denn weitergehen? Eben – keine.

Einige Anleger hatten gehofft, dass vielleicht der republikanische Kandidat Mitt Romney das Rennen machen könnte. Von ihm erhoffte man sich mehr Markt, mehr kapitalfreundliche Entscheidungen, weniger Hindernisse für Finanztransaktionen. Er war der Mann der Aktienmärkte. Diese Hoffnung ist nun ausgeträumt. Vier weitere Jahre wird Barack Obama im weißen Haus regieren und das wohl mehr schlecht als recht. Jedenfalls, wenn es um die Zukunft des Landes geht.

Das leuchtet gerade auch den Marktteilnehmern an den europäischen Börsen ein. Welche neuen Impulse sollten von Obama ausgehen? Welche unternehmensfreundlichen Entscheidungen sind zu erwarten? Wenn Sie darauf keine Antwort wissen, dann ist das weniger schlimm, die Anleger in Frankfurt wissen es auch nicht. Infolge dieser Hoffnungslosigkeit verkaufen sie lieber ihre Aktien.

Etwas trostlos sieht der DAX-Verlauf schon aus:

Quelle: Deutsche Börse

 

Bis auf den Grund des billigen Geldes der Zentralbanken, der bisher die Kurse hat steigen lassen, gibt es derzeit keinen anderen Anreiz Aktien zu kaufen. Die Automobilindustrie steht vor ihrer schwersten Krise. 2013 wird für einige Unternehmen wohl tödlich enden. Die Maschinenindustrie sieht sich ebenfalls einer Abschwächung gegenüber. Der Geschäftsklimaindex des ifo-Instituts zeigt bereits seit Monaten nach Süden.

Für die Unternehmen wird es immer schwieriger Geschäfte zu machen. Die einfache Schlussfolgerung: Weniger Umsatz, weniger Gewinn = Aktienkurs zu teuer. Da kein Anleger teure Aktien besitzen will, wird nun schnell noch verkauft. Auch diejenigen, die schon in den letzten Monaten Kursgewinne eingefahren haben, könnten sich nun von ihren Anteilen trennen.

An der Börse heißt es gelegentlich: "Buy the rumor – sell the fact". Das heißt übersetzt: "Kaufe, solange das Gerücht im Umlauf ist – verkaufe, wenn die Fakten auf dem Tisch liegen". Fakt ist: Die US-Wahl ist zu Ende. Also verkaufen die Anleger.

 

P.S.Denken Sie an die geheime 100-Punkte-Regel.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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