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Sehr oft wird in Zusammenhang mit der Finanz- und Schuldenkrise Optimismus verbreitet. Die Politik würde alles für eine Besserung der Lage tun, heißt es dann. Oder die Zentralbanken würden ihre Währung verteidigen, Experten zeigen Wege aus der Krise auf und die Medien werden nicht müde, jeden auch noch so kleinen Hoffnungsschimmer als das Ende der Krise darzustellen. Doch das Gesagte erreicht die Bürger nicht mehr, denn das Vertrauen ist bereits verspielt.

Im Grunde sind die Menschen aller Beteuerungen müde, egal aus welcher Richtung sie kommen mögen. Das kommt daher, da die angeblichen Retter im Verlauf der Krise nicht immer die Wahrheit gesagt haben. Das hat dazu geführt, dass die Menschen denen, die sie aus der Krise führen sollen, nicht mehr vertrauen. Das kann auch nicht von den Bürgern verlangt werden, da das Interesse anderer Gruppen höher eingestuft wird als die Interessen des Volkes. Das wurde oft genug unter Beweis gestellt.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Betrachtung der EU. Lange Jahre hat man sich in der EU-Mitgliedschaft sonnen können. Die verschiedenen Wirtschaften wuchsen, die Bürger hatten Arbeit und man konnte grenzenlos reisen. In der Vergangenheit hatte sich die EU als recht volksnah präsentiert, aber dass sie das nicht ist, zeigte sich im Verlauf der Krise. Gnadenlos peitsche man eigene Anforderungen durch, hob den Zeigefinger und drohte gar, wenn nicht jeder sprang, wie die EU-Führung das verlangte.

Das gleiche gilt für die nie endenden Rettungsmilliarden. Die EU braucht immer mehr Geld, sie kaschiert ihre Verwendung als Hilfsgelder oder als Stützungsmaßnahmen, manchmal verweigert sie sogar die Auskunft, wohin die Gelder geflossen sind. Jeder ,der mit Menschen aus Spanien, Portugal und Griechenland gesprochen hat, der weiß, das keine der  Rettungsmilliarden bei dem Volk angekommen ist. Da fällt es den Menschen innerhalb der EU schwer, den Eurorettern noch zu vertrauen. Wie auch?

Die verschiedenen Schritte des Vertrauensverlustes ziehen sich über alle Bereiche. Auch die Zentralbank der EU, die EZB, hat das Vertrauen der Menschen nicht bestätigt. Die Bürger haben geglaubt, dass die EZB ihre Währung Euro (und auch die der Bürger) verteidigen wird, dass sie unabhängig von der Politik agieren wird und sich nur um die Preisstabilität kümmern wird. All diese berechtigten Erwartungen wurden maßlos enttäuscht. Die Menschen haben kein Vertrauen mehr in die EZB.

Der Verlust des Vertrauens in die Fähigkeit der Euroretter, dieser Krise in irgendeiner Form zu einer Besserung zu verhelfen, ist vollkommen verloren. Da helfen auch keine positiven Berichte in den Medien. Die Menschen haben sich von der Hoffnung eines schnellen Krisenendes verabschiedet. Für den Moment haben sie kein Vertrauen mehr, nicht in die EU, nicht in die Politik und auch nicht in den Euro.

Wenn die Menschen auch das Vertrauen in die Demokratie verlieren, dann ist die Krise wohl am Höhepunkt. Wir werden es sehen.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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