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An der Börse gehören steigende und sinkende Kurse zueinander wie der Mond zur Sonne oder die Flut zur Ebbe. Während die letzten Monate den steigenden Kursen gewidmet waren, trübt sich die Laune nun etwas ein. Dieser Stimmungswandel hat in den amerikanischen Indizes bereits begonnen, nur der DAX der wähnt sich noch im Börsenhimmel und will bisher nichts von seinem erreichten Niveau abgeben. Da die kleineren Indizes in der Regel den größeren aus den USA folgen, müsste der DAX 10% verlieren, um wieder "normal" zu sein.

Die amerikanischen Indizes gelten als Leitbörsen, sie bewegen die größten Kapitalmengen und geben damit die Richtung vor. Verfolgt man deren Kursverlauf der letzten sechs Monate, dann ist klar zu erkennen, dass die Indizes Dow Jones, Nasdaq 100 und S&P500 bereits seit September sinkende Kurse vorzuweisen haben. Im Vergleich dazu klebt der DAX noch auf seinem hohen Niveau. Will der Index wieder zurück in die Spur, dann muss er 10% verlieren, um den "Vorsprung" der anderen Indizes einzuholen.

Im Chart sieht das folgendermaßen aus:

Der deutsche Markt hat seinen Vorsprung zu Beginn der Monate August und September aufgebaut, das war zu der Zeit, als die Schuldenkrise in Südeuropa weiter eskaliert ist. Damit ging eine Kapitalflucht aus dem Süden des Kontinents nach Deutschland einher. Ein Teil des Geldes fand auch seinen Weg in den Aktienmarkt.

Natürlich wäre ein Verlust des DAX um 10% nicht schön. Jedenfalls nicht für diejenigen, die Wert auf weiter steigende Notierungen legen und gar noch auf mehr hoffen. Doch auch der DAX kann sich nicht vom weltweiten Börsengeschehen abkoppeln. Er kann sich eine Zeitlang den Gegebenheiten verschließen, er kann den Abverkauf verzögern, aber er kann ihn nicht vermeiden.

Am Ende gehen die Indizes, die im den Chart dargestellt sind, im Gleichschritt. Wie lange sich der deutsche Leitindex wehren kann, das ist die spannende Frage.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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