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Dieses Jahr war das nichts mit den schwachen Börsenmonaten. Im Mai so hieß es, solle man sich vom Markt verabschieden, der Sommer könnte turbulent werden, die Schuldenkrise würde wohl eskalieren. Der Mai endete im Plus. Je kritischer die Aussagen zum Marktverlauf waren und je größer die Rettungsmaßnahmen in Europa wurden, desto schneller stieg der Börsenindex DAX. Von wegen, der Sommer wäre eher geruhsam und die Anleger zumeist in Urlaub. Die Sommermonate waren starke Monate. Was kommt jetzt?

Während die Zweifler dem Markt keine Chance gaben, den Sommer ohne einen Absturz zu überleben, gab der DAX Gas. Und das ganz beachtlich. Von Mai bis September waren es knapp 1000 Punkte. Das ist kein Spaß mehr für all diejenigen, die auf fallende Kurse gesetzt haben. Die Verluste für die Bären waren besonders schmerzhaft.

Es wurden Theorien aufgestellt, warum der DAX so stark ist, ob es eventuell am billigen Geld der Zentralbanken lag. Manch einer beschwor die deutsche Konjunktur als besonders stark und wieder andere sahen Aktien als Fluchtmöglichkeit vor der kommenden Inflation. Welcher Grund auch der treffendste sein mag, der DAX stieg und nur das zählte.

Jetzt war auch der September beendet (statistisch der schwächste Börsenmonat) und von schwachen Börsenkursen immer noch keine Spur. Doch nun kam der berüchtigtste Börsenmonat Oktober. Dieser gilt  als gemeinhin als Crashmonat. Sollten die Kurse jetzt in die Knie gehen? Laut einigen Anlegern: Ja. Viel zu lange seien die Börsenkurse gestiegen. Es müsse jetzt auch mal fallen. Vor dem Oktober solle man sich in Acht nehmen, wurde sich gegenseitig beschworen. So dachten einige Anleger: Am besten gleich alle Aktien verkaufen oder Short gehen.

Hinzu kommt, dass die Anleger wissen, dass die Börse keine Einbahnstraße ist. Es kann ja nicht immer nur hoch gehen. Umso unverständlicher waren die steigenden Aktienkurse. Sollten die Kurse bis zum Himmel steigen? Das ginge doch gar nicht. Nein der Börsenmonat Oktober würde es den nimmer satten Bullen, also den Käufern am Markt, mal so ordentlich zeigen. Die Kurse sollten stark fallen.

Der Oktober begann, der Monat, auf den die Shorties so viel Hoffnung gesetzt hatten, und auch dieser ließ keine Schwäche der Kurse zu, so wie all die vielen Monate zuvor. Die Indizes und die Aktienkurse stiegen und stiegen. Die Anleger konnten nur verzweifelt fragen, wo sind die Wahrheiten der Börsenweisheiten geblieben? Von wegen "Sell in May and go away", auch der Crashmonat Oktober ist seine Leistung schuldig geblieben.

Von schwachen Monaten ist an den Börsen nichts zu sehen, nicht im Sommer und auch nicht im Herbst, jedenfalls bisher.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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