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Der DAX hat heute früh den Handel eröffnet und zieht gleich nach oben. Gestern gab es auch schon den direkten Anstieg, der dann verkauft wurde. Der kleine aber wichtige Unterschied zu gestern wird sein, dass diejenigen, die sich jetzt Hoffnungen auf steigende Kurse machen, möglicherweise auf dem falschen Fuss erwischt werden. Der Moment der Enttäuschung ist gekommen, wenn es keine neues Hoch mehr geben sollte. Tritt dieser Fall ein, sind plötzlich viele Anleger gleichzeitig auf der Verkaufsseite. Das könnte nicht nur Verkaufsdruck ausüben, sondern gar weh tun.

Gestern, am Dienstag den 31.10., konnten sich die Anleger auf die amerikanischen Futures berufen, diese waren im Plus und damit wurde eine positive Börseneröffnung in den USA angenommen. Warum die Amerikaner aber am Tag nach dem Unwetter Sandy Aktien kaufen sollten war zwar unklar, doch änderte das nichts an der positiven Grundhaltung der deutschen Marktteilnehmer. Sie kauften erst einmal ihre Aktien und ließen den DAX steigen.

Heute, am Mittwoch den 01.11, sind die amerikanischen Futures zur Markteröffnung in Deutschland im Minus. Das stört scheinbar die Käufer dennoch nicht, antizipieren sie doch einen positiven Tag und lassen den DAX innerhalb von wenigen Minuten steigen. Der Index notiert im Plus. Auch heute mag man fragen, warum die amerikanischen Anleger in Kauflaune geraten sollen, aber das wird sich am Nachmittag zeigen.

Die Konstellation ist jedoch brisant: Wenn der heutige Kursverlauf den des gestrigen Tages gleichen sollte, dann wird es spannend am Parkett, denn dann sind sehr viele Parteien schnell und vor allem gleichzeitig auf der Verkaufsseite. Neue Käufer würden fehlen, da diese sich nach der schwachen Leistung des DAX nicht trauen würden neue Positionen einzugehen.

Der Gedanke: Diejenigen, die jetzt neu gekauft haben, hoffen heute auf ein höheres Hoch im Chart, passiert das nicht wird schnell klar, dass dem DAX die Kraft für steigende Kurse fehlt. Diese Anleger verkaufen noch schnell, bevor sie ins Minus rutschen. Der Index beginnt zu stocken und dann leicht zu fallen.

Diejenigen, die ihren Verkauf zurückgestellt haben und heute auf ein neues Hoch warten, werden ebenfalls die "Barriere" nach oben erkennen und schnell ihre Positionen im Plus veräußern wollen. Einfache Logik: was nicht steigt, muss fallen. Der Index fällt schneller.

Beide Marktteilnehmer werden den Index dazu bringen, dass er trotz des freudigen Beginns ins Minus rutscht. Das bringt dann all diejenigen in Bewegung, die die Marktschwäche als Grund nehmen, ihre Positionen zu schließen. Ein tieferes Tief sorgt dann auch für Aktivität bei den Handelscomputern, die dann ihre Verkaufsprogramme starten.

An der Börse ist Hoffnung ein wichtiger Aspekt. Ohne Hoffnung geht kein Handel und es kommen keine Kaufentscheidungen zustande. Diese Hoffnung ist es auch, die die Anleger zu Handlungen animiert, welche gelegentlich nicht ins rechte Licht passen.

Es bleibt bei der gestrigen Annahme, dass die Leitbörse USA keine Sogwirkung für steigende Kurse entfalten kann, da derzeit die Menschen andere Sorgen haben, als Aktien zu erwerben. Ohne positive amerikanische Indizes kann der DAX selbst ebenfalls keine Kraft entwickeln um zu steigen, ergo: was nicht steigt, muss wohl fallen.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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