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Gestern hatten die Deutschen Gelegenheit, inne zu halten und an das Sparen zu denken. Sparen, das klingt in unserer Zeit wie ein Relikt aus alten Zeiten. Unsere Großeltern galten noch als sparsam, aber dann hört es wohl schon auf. Sparen ist zu einem Fremdwort geworden. Offensichtlich scheint niemand mehr sparen zu wollen, wenn alle anderen das Geld verprassen. Es ist aber auch so, dass in Deutschland das Sparen nicht belohnt wird. Der Sparer ist meist der Depp.

Stellen Sie sich vor, Sie benötigen Hilfe von einer staatlichen Organisation. Derjenige, der sein Geld in guten Zeiten verprasst hat, der bekommt die Hilfe sofort, denn er hat ja nichts. Derjenige, der sich mit dem Geldausgeben zurückgehalten hat, der sich etwas zur Seite gelegt hat und nun Erspartes vorzuweisen hat, der wird aufgefordert, doch zunächst sein Sparbuch zu plündern. Das ist eine verkehrte Welt.

Im Grunde ist Sparen gut für die Gesellschaft. Das mag erst einmal fremd klingen, da die Politik nicht müde wird, das Gegenteil zu predigen. Die Politik will, dass der Kreislauf des Wachstums erhalten wird. Dieser wird in Gang gehalten durch das Geld, welches der Bürger ausgibt. Für die Politik ist es sogar schön, wenn der Bürger nicht nur sein Erspartes ausgibt, sondern sich auch obendrein noch verschuldet, das alles lässt die Konjunktur wachsen.

Doch vergessen Sie nicht, die gleiche Politik, die das bei ihren eigenen Bürgern fordert, zeigt jetzt mit dem Finger auf Griechenland und prangert an, dass die Griechen über ihre Verhältnisse gelebt hätten. Es ist eben immer das Gleiche: “Wasser predigen und selbst Wein trinken.“

Doch bleiben wir beim Sparen. Wenn die Gesellschaft spart, dann hat sie Geld, um auch mal Notzeiten überbrücken zu können. Sie hat Sicherheit, dass sie sich ein Polster geschaffen hat, auf das sie zurückgreifen kann. Das beruhigt das menschliche Gewissen ungemein, als immer nur von der Hand in den Mund zu leben, auf das nächste Gehalt zu hoffen oder zu hoffen, bloß nicht entlassen zu werden. In der Krise kann das bekanntlich ganz schnell gehen.

Sparen ist gut. Lassen Sie sich das bitte nicht ausreden. Auch wenn es in unserer heutigen Zeit und Gesellschaft nicht belohnt wird. Sie sparen für sich und nicht für andere. Also kann es Ihnen auch egal sein, was die anderen machen.

Die Sache mit so einem Gedenktag ist etwas konfus. Zunächst hat man nicht daran gedacht, jetzt ist der Tag auch schon herum und zum Nachdenken fehlt einem ja auch gerade die Zeit. Für wichtige Dinge im Leben sollte man sich jedoch die Zeit nehmen. Sparen ist wichtig.

Gedenken wir alle zusammen des gestrigen Weltspartages, auch wenn es nur für einen Moment ist.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-tradign Team

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