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Unter Trading versteht man den Kauf und den Verkauf von Wertpapieren in kurzer Zeit. Der Oberbegriff lautet Daytrading. Dabei geht es um die Gewinnvermehrung, weniger um die Anlage nach fundamentalen Gesichtspunkten. Es wird  schnell gehandelt, ohne lange zu überlegen. Trotz des Zeitdrucks muss der Trader dabei erfolgreich sein, dadurch gestaltet sich das Daytrading als besonders schwer. Man spricht deshalb auch von der Königsdisziplin des Börsenhandels. Diejenigen, die sich an diese Materie wagen, verzweifeln in der Mehrheit, der Grund sind sie selbst.

Mit dem Trading zu beginnen ist einfach. Ein Rechner, ein Onlinebroker und etwas Tradingkapital und los geht’s. Jetzt erwartet der Trader, dass die Gewinne nur so sprudeln. Erwartet wird, dass er am  Tiefstkurs einsteigt und am Höchstkurs verkauft. Und das ist noch nicht alles. Während der Anleger bei steigenden Kursen Long war, will er genau am Hochpunkt auch noch Short gehen, um möglicherweise dann am unteren Wendepunkt die Position wieder zu schließen. So ideal soll es laufen, lautet die Wunschvorstellung. Zwischen den Trades wird das viele Geld gezählt, das der Trader tagein und tagaus verdient. So stellen sich die meisten das Daytrading vor.

Um dieser Wunschvorstellung zu entsprechen, wird dann von den Tradern angenommen, dass jeder Trade ein Treffer sein muss. Wer dieser Anforderung nicht gerecht wird, der macht scheinbar etwas falsch, wird die Werbeindustrie nicht müde zu betonen. Vermittelt wird nämlich: Trading ist doch so einfach. Egal, wie sehr sich unsere Beispielperson auch abmühen wird, unter diesem Druck kann unser Trader nur versagen.

Der Druck wird durch das Web 2.0 noch verstärkt. Im Zeitalter der hemmungslosen und andauernden Kommunikation sind die Finanzforen voll von Erfolgen anderer Trader. Die anderen wissen offensichtlich, wie man erfolgreich handelt, nur man selbst scheint fehl am Platze zu sein. Das Gefühl der Niederlage lastet schwer auf den Schultern unserer Beispielperson.

Die meisten Trader wollen schaffen, was die anderen auch schaffen, sie wollen gewinnen, so wie die anderen auch gewinnen. Nur wer weiß, was die anderen machen? Es ist wie mit dem Gehalt der anderen Mitarbeiter, niemand weiß etwas Genaues. So ist das beim Trading auch. Wer weiß, ob die anderen nicht schummeln, wer weiß, mit welchen Positionsgrößen sie handeln und wer weiß, ob die anderen nicht auf einem Demokonto traden?

Manchmal verlangt der Trader einfach zu viel von sich selbst. Die Anforderungen sind so hoch, dass ein Scheitern vorgezeichnet ist. Man liegt nicht immer richtig an der Börse, nicht jede Analyse geht auf, man macht auch einmal Fehler und nicht jeder Handelstag ist profitabel. Das ist so beim Handel an der Börse, egal, was die Werbung vermitteln will oder was die anderen Trader dazu sagen.

Trading ist nicht einfach, auch wenn das Umfeld des Traders es so suggeriert. Wenn es einfach wäre, könnte es jeder. Aber Trading ist erlernbar, bekanntlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Es hilft schon einmal sich zu verinnerlichen, dass alle anderen auch nur mit Wasser kochen. Das verringert den Druck. Hinzu kommt, dass ein Trader niemandem etwas beweisen muss, sondern nur sich selbst. Sie selbst stellen die Anforderungen an sich. Achten Sie darauf, dass diese realistisch und vor allem erreichbar sind.

Der größte Grund, warum ein Trader scheitet, ist er selbst.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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