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An der Börse ist nicht alles Zufall, so wie es den Anschein hat. Da werden Orderbücher mit Aufträgen gefüllt, um Interesse an einem Wertpapier zu wecken, und dann schnell wieder gelöscht, sobald Käufer auf diese Finte hereinfallen. Manchmal werden wichtige Kock-Out Linien touchiert, nur um die vielen KO-Scheine, die auf diesem Limit basieren, wertlos verfallen zu lassen. Es gibt aber noch etwas, was an der Börse passiert, jedoch nicht  ausgesprochen wird, da es ein stilles Gesetz ist: die geheime 100-Punkte-Regel.

In den letzten beiden Handelstagen ist der DAX gleich nach Eröffnung sofort nach oben gespurtet. Einige Anleger haben den Anstieg gleich verkauft und mussten dann zusehen, wie der Index immer weiter stieg. Andere haben den Anstieg genutzt, um eine Short Position einzugehen. Das hat sich im Nachhinein als zu früh herausgestellt. Der Index kannte nur eine Richtung und die war stramm nach Norden. Ohne zu schwächeln, kraftvoll und zügig stieg der Index immer weiter, als wüsste er, wo er hinwolle.

Scheinbar wusste der Index eben, wo er hinwollte, das würde die starke Bewegung im DAX erklären. Wenn einige wissen, wo es hingehen soll, warum sollten sie zu früh verkaufen? Diese Anleger würden Gewinne laufen lassen, solange es möglich ist. Handelscomputer wären entsprechend programmiert, wenn es eine "unausgesprochene" Vereinbarung gäbe.

Denn eines ist im Kursverlauf des Index sehr oft zu finden. Wenn eine Bewegung nach oben oder nach unten beginnt und sich diese als kraftvoll und dominant erweist, dann reicht die Puste des DAX sehr oft genau 100 Punkte. Dieser Fall trifft sogar so oft ein, dass es kaum mehr als Zufall bezeichnet werden kann. Das ist es wohl auch nicht.

Sehen Sie sich den 60min Chart der letzten zehn Handelstage an:

 

Jeder blaue Balken zeigt eine 100-Punkte-Bewegung im DAX-Verlauf an. An allein sechs der zehn Handelstage konnte man dieses "Phänomen" beobachten. Wie man deutlich erkennen kann,  ziehen die Kurse an den blauen Balken stramm in eine Richtung, so als würde der DAX genau an ein bestimmtes Ziel gezogen werden.

In einer Börsenwelt, in der Machenschaften wie zu Beginn des Artikels geschrieben, Gang und Gäbe sind, in der Stopp-Loss-Aufträge abgefischt werden, um sich selbst mit günstigen Aktien einzudecken, in solch einer Welt kann es doch möglich sein, dass es eine geheime Absprache gibt, welche immer wieder Anwendung unter den professionellen Investoren findet, um sich gegenüber den anderen „ahnungslosen“ Marktteilnehmern einen Vorteil zu erschaffen.

Die 100-Punkte-Regel lässt sich nicht beweisen, sie kommt aber so oft vor, dass das kein Zufall sein kann.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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