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Fünf Jahre beschäftigt die Krise die Menschen nun schon und die Lage hat sich kein bisschen gebessert. Helfende Hände haben gestützt, gezahlt und gerettet, aber nichts ist passiert, was die Situation für Staaten und Bürger ins Positive gewendet hätte. Man könnte gar meinen, die Lage ist gerade durch die Einmischung der Retter, die sie als alternativlos bezeichnen, schlimmer geworden. Denn hätten sich die angeblichen Krisenbekämpfer aus der Entwicklung herausgehalten, dann hätte es schon viel früher zu einem Neuanfang kommen können. Die Schuld liegt bei denen, die sich Retter nennen.

Eine Blume, die nicht regelmäßig Wasser bekommt, verwelkt und stirbt ab. Ein Unternehmen, das nicht ordentlich geführt wird, das an den Kundenwünschen vorbei arbeitet, das zu viele Risiken eingeht, das keine Strategie hat, fällt im Wettbewerb zurück und muss am Ende vom Markt weichen. Das ist der Gang der Dinge und ist in der Natur das Gleiche wie im Wirtschaftsleben. Was passiert aber, wenn Regierungen sich einmischen und aus Eigeninteresse die natürlich Entwicklung stören?

Derjenige, der schlecht gewirtschaftet hat, bleibt am Markt und macht keinen Platz für diejenigen, die sich vorausschauend und klug verhalten haben. Es ist sogar noch schlimmer. Diejenigen, die in der Krise versagt haben, bekommen Geld vom Staat und stehen sogar besser da als diejenigen, die gehaushaltet haben. Das zeigt, welch kranken Weg die Entwicklung genommen hat, die die Euroretter so sehr forcieren.

Es muss scheinbar immer gerettet werden, es muss angeblich in den Markt eingegriffen werden, es muss immer neues Geld bereitgestellt werden. Liebe Leser, das muss es gar nicht. Diese andauernde Rettungsaktionen helfen nicht, sie machen die Krise nur schlimmer.

Zum einen ist es wie bei einer Erpressung. Gibt man den Forderungen des Erpressers nach, dann kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, dass der Erpresser erneut an die Türe klopfen und erneut Geld verlangen wird. Stichwort "too big to fail". Finanzinstitute haben nach der ersten Rettungsaktion erkannt, dass sie die Staaten unter Druck setzen und immer mehr fordern können. Die Regierungen müssten die zu großen Institute, man nennt sie auch ehrfürchtig „systemrelevant“, in kleine Stücke zerhacken, das trauen sie sich aber nicht bzw. wollen das gar nicht. Die Konsequenzen trägt der Bürger, indem dieser immer wieder Steuergelder für eine angebliche Notlage bereitstellen muss.

Zum anderen kommt das Wirtschaftsgefüge durcheinander. Die Marktbereinigung, die jeder im Grundkurs Wirtschaftswissenschaften gelernt hat, wird durch die Rettungsmaßnahmen hinausgezögert. Das ist eine schwere Marktbeeinflussung. Denn diejenigen, die sich nicht der Zockerei und nicht dem vollen Risiko hingegeben haben, werden benachteiligt. Diese Unternehmen müssten jetzt besser dastehen, weil sie die freiwerdenden Markanteile hinzugewinnen konnten. Das können sie aber nicht, da ja keines der schwachen Unternehmen vom Markt verschwindet.

Die selbsternannten Retter in der Finanzkrise machen die Situation nur schlimmer. Sie tragen an der negativen Entwicklung, die der Verlauf der Finanzkrise genommen hat, eine wichtige Schuld. Am Ende wird der Knall trotzdem folgen, nur die Auswirkungen werden umso schlimmer, je länger man eine Gesundung des Marktes vor sich hinschiebt.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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