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Am heutigen Tag kann sich der DAX bisher nicht für eine Trendrichtung entscheiden. Manche Anleger glauben, das läge an dem morgigen Verfallstag und die großen Marktteilnehmer würden den DAX bei ca. 7350 Punkten festhalten wollen. Andererseits ist es die Mentalität der Teilnehmer, die den DAX auf Unentschieden-Modus hält. Die einen sehen nämlich ihre Chance gekommen, günstig Aktien zu kaufen, während die anderen endlich Gewinne realisieren wollen. Beide Gruppen haben ihre Argumente, nur wer kann dem Markt seine Dominanz aufdrücken?

Für diejenigen, die Short Investiert sind, also auf fallende Kurse hoffen, will der Markt einfach nicht fallen. Das geht schon seit Tagen so und zerrt an deren Nerven derer, die einen deutlichen Rutsch erwarten. Der Grund sind die vielen Anleger, die bei leicht nachgebenden Notierungen gleich ihr Portemonnaie zücken um Aktien zu erwerben, damit sie in den Markt kommen. Man nennt diese Gattung der Anleger auch Schnäppchenjäger. Sie dürsten nach einem Platz in dem nach Norden fahrenden Börsenzug.

Sie nutzen jeden Kursrückgang und stehen bereit, um die ihnen angebotenen Wertpapiere zu kaufen. Dadurch kommt im Index (DAX) kein Verkaufsdruck auf, es sind ja Investoren da, die bereitwillig den geforderten Preis zahlen. Eine schnelle Abwärtsbewegung würde erst dann eintreten, wenn diese Schnäppchenjäger ausbleiben. Gleichzeitig würde eine Stopp Loss Lawine losgetreten werden, da durch die fehlenden Käufer die Kurse beginnen stärker zu fallen, dadurch Verkaufslimits erreicht und Verkaufsaufträge aktiviert werden.

Für diejenigen, die Long investiert sind, das sind die Anleger die auf steigende Kurse setzen, sieht es bisher auch nicht so rosig aus. Sie wünschen sich eine Wiederaufnahme der bisherigen Rally. Es soll zügig weiter nach Norden marschiert werden. Leider tritt das gewünschte Szenario für diese Anlegergruppe nicht ein, ihnen stehen diejenigen im Weg, die ihre Aktien verkaufen wollen, denn den Aktionären, die einen Buchgewinn eingefahren haben, wird es langsam mulmig zu Mute. Der rasante Anstieg der letzen Wochen will scheinbar erst einmal Pause machen, so scheint es. Vieles, was die vielen Spekulationen angefeuert hatte ist nun ausdiskutiert, möglicherweise stehen die Kurse vor einer Verschnaufpause. Um nicht in fallende Kurse hinein verkaufen zu müssen, verkauft diese Gattung der Anleger ihre Anteile, sobald der Index nur ein wenig steigt. Dadurch bremsen sie den Anstieg.

Der ewige Kampf der beiden Parteien, Käufer und Verkäufer, an den Börsen dauert an. Die Shorties müssen weiter hoffen, dass die Schnäppchenjäger ausbleiben und die Gewinne-Mitnehmer endlich handeln. Umgekehrt sieht es für die Long investierten Anleger aus. Sie müssen auf  weitere Käufe hoffen, um die Kurse nach oben zu hieven.

Da die Käufer jetzt eine Zeitlang an der Sonnenseite der Börsenwelt gelebt haben, wird es nun Zeit, dass auch die Verkäufer etwas Sonnenschein abbekommen. Der DAX-Chart ist den Short-Anlegern bereits zur Hilfe kommen und hat schon einmal eine Inselumkehr (Island-Gap) Formation hingelegt. Das sind die beiden Tageskerzen vom 14.09. und vom 17.09.2012. Diese sind losgelöst von den Tageskerzen zuvor und danach. Diese Formation deutet auf eine Umkehr der bisherigen Trendrichtung hin.

Zudem ist der DAX bei Notierungen unter 7360 Punkten auch wieder in seinen fünfmonatigen Aufwärtstrendkanal eingetreten. Dieser Umstand könnte die Gewinne-Mitnehmer animieren, jetzt auf den Verkaufsknopf zu drücken.

Bisher sind die Shorties im Vorteil, auch wenn es sie noch Nerven kostet.  Ein möglicher Abverkauf würde mit einer Zielzone von 7260 Punkten im DAX harmonieren. Der Nachmittag verspricht  Spannung.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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