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Die EZB hat es, wie erwartet, getan. Sie wird den kriselnden Staaten unter die Arme greifen und deren Staatsanleihen erwerben. Die mit Spannung erwartete Eröffnung der Pressekonferenz hielt, was erwartet wurde. Neu hingegen ist die Wahl der Worte, mit denen dieser Schritt begründet wurde. Draghi sagte nämlich "Der Euro ist unumkehrbar". Damit reiht sich die EZB in die Gesellschaft des alternativlosen Handelns ein. Wir Menschen machen seit Jahren nur noch Dinge, die wir scheinbar tun müssen, ohne Sinn und Verstand. Das ist heute wieder unterstrichen worden.

Im Grunde hat der Mensch immer die Wahl, so ist jeder von uns auch erzogen worden. Die meisten Bürger sind eben in einer Demokratie aufgezogen worden und man hat sie gelehrt „in der Demokratie habe man immer eine Wahl“, nur davon merkt man seit Ausbruch der Finanzkrise nichts, rein gar nichts.

Der EU-Bürger darf ja nicht einmal seine Glühbirne auswählen, was bedeutet da schon Demokratie, aber wir wollen nicht vom Thema abschweifen.

Die Banken "müssen" gerettet werden, hieß es von der Politik und sogleich schritt man zur Tat. Die Rettung schwankender Staaten sei "alternativlos" rief die Kanzlerin und sofort wurden Milliarden bereitgestellt. Und nun sind wir im nächsten Kapitel des Handelns unter Zwang. „Der Euro ist unumkehrbar“, sagt der EZB Präsident und schwört uns auf eine neue Zeit ein, die wir so nicht ausgewählt haben.

Die Bürger hatten erneut nicht die Wahl, eine Alternative zu wählen, ja nicht einmal über eine Alternative nachzudenken. Vielleicht will die Mehrheit der Europäer den Euro gar nicht mehr, wer weiß das schon, aber einige wenige geben den Ton an und das ist in den Finanzfragen eben der Herr Draghi.

Der Beschluss der EZB ist nun gefasst worden: Es werden Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 1-3 Jahren in unbegrenzter Höhe gekauft. Bis auf einen Abweichler (das war der Deutsche Bundesbank Präsident Herr Weidmann) haben alle anderen Ratsmitglieder diese Entscheidung mitgetragen.

Es ist ein neues Kapitel der Finanzkrise, das jetzt begonnen wurde. Es wird nichts mehr wie früher sein. Die EZB hat ihre eigene Währung mit diesem Schritt nicht gestärkt, sondern geschwächt. Diese Entscheidung von heute ist der Grundstein einer Geldschwemme nie dagewesenen Ausmaßes.

Auch das Ergebnis dieses Handelns der EZB ist ohne Wahl, denn die Konsequenzen sind bekannt. Sie hat sich mit dem heutigen Beschluss für die Inflation entschieden. Diese Wahl ist ebenso wie der Euro unumkehrbar.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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