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Die Staatsverschuldung der weltgrößten Volkswirtschaft USA ist auf einen Rekordwert von 16 Billionen Dollar gestiegen. Im Moment wird diese Meldung noch als dramatische Nachricht durch die Medien gereicht. In Wirklichkeit interessiert die Staatsverschuldung kaum noch jemanden. Jegliche Diskussion über eine drohende Staatspleite der USA oder eine Anhebung der Schuldenobergrenze ähnelt eher einem billigen Theaterstück, als einer wirklichen Auseinandersetzung mit dem Sachverhalt.

Wieder einmal sind die US-Staatsschulden dramatisch gestiegen. So wie jedes Jahr, möchte man sagen, warum sollte das noch irgendjemanden kümmern? Die Amerikaner drucken ihr eigenes Geld, kaufen damit Staatsanleihen, verschulden sich damit immer weiter. Das klingt nicht nur doof, das ist es auch. Je mehr sie drucken, umso weniger ist das einzelne Papiergeld wert, und als Konsequenz drucken die USA noch mehr. Es reicht daher nie. Deshalb ist jegliche scheinheilige Diskussion nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben wird, denn die USA will gar nichts an ihrer Schuldensituation ändern.

Sie könnte auch gar nicht, wenn sie denn wollte, dafür fehlt ihr die Leistungsfähigkeit. Eine kranke Nation siecht mit wehenden Fahnen dahin. Da helfen auch keine Präsidentschaftswahlen, die vor vier Jahren einen Neuanfang propagiert haben und jetzt wieder anstehen. Wie jeder mitbekommen hat, hat sich die „Obama-Mania“ als Luftnummer herausgestellt. Von wegen, der USA werde es nach seiner Wahl besser gehen.

Die Amerikaner lachen sich ins Fäustchen, wenn sie den Rest der Welt dabei beobachten, wie dieser sich über die überbordenden Staatsschulden sorgt. Die USA weiß natürlich ganz genau, dass ihr US-Dollar eine Weltleihwährung ist, d.h würden sich die Zentralbanken der anderen Nation entschließen, den US-Dollar nicht mehr anzuerkennen oder als wertlos einzustufen, dann würden sie ihr eigenes Vermögen entwerten. Das wird niemand tun, das wissen auch die USA. Nur ein weltweiter Währungscrash könnte die Hochmut der Amerikaner zu Fall bringen.

Man kann die Zahl 16 Billionen Dollar, die noch so imposant klingen mag, nur als eine Zahlenfolge interpretieren und mit einem Schulterzucken quittieren. Es waren mal 10 Billionen (2008), dann 12 Billionen (2010), und nun 16 Billionen (2012). Die, die es betrifft, die scheren sich kaum um ihre Verschuldung. Wenn mehr Geld benötigt wird, wird eben neues gedruckt.

Gleichzeitig bekommen die USA Top Bonitätsnoten von "ihren" Ratingagenturen, die nicht müde werden, Europa als Ganzes und europäische Staaten im Einzelnen herunterzustufen. Das ist äußerst verwunderlich, da die Verschuldungssituation der USA deutlich schlechter ist, als die der europäischen Staaten. Die Ratingagenturen sind eben auch nur Lohn und Brot Empfänger, sie werden wissen, welchem Land sie nicht auf die Füße treten dürfen.

Sollen die USA doch machen was sie wollen, könnte man gelangweilt sagen. Das Land hat ein schlechtes Bildungssystem, ein schlechtes Gesundheitssystem, eine veraltete Industrie, kämpft gleichzeitig mit einer hohen Armut der Mittelschicht, einer hohen Arbeitslosigkeit und einer dahinsiechenden Konjunktur. Nichts davon hat sie in den letzten Jahren zu einer  Besserung wenden können, das wird ihr mit den immerzu anwachsenden Staatsschulden auch nicht gelingen.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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