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Der DAX zeigt sich stark. Er klebt sozusagen an der 7000er Marke und will diese nicht hergeben. Das führt in der Konsequenz dazu, dass einige Anleger kalte Füße bekommen und sich von fallenden Kursen verabschieden. Was nicht fällt, muss steigen, ist die Schlussfolgerung für einige Anleger. Dass dies nicht so sein muss, zeigt ein Blick auf das aktuelle Chartbild. Der DAX ist in Richtung 6850 Punkte unterwegs, daran ändert auch das Geplänkel an der 7000er Marke nichts.

Dass der Index keine Schwäche zeigt, ist dem unermüdlichen Werben der Zentralbanken zu verdanken. Diese lassen nichts unversucht, um den Markt zu stützen, indem sie Nachrichten verbreiten, die Hoffnung auf eine weitere Bereitstellung von Liquidität schürt. Die EZB überlegt, wie sie weiter massiv Staatsanleihen erwerben kann. Die amerikanische Zentralbank FED hat weiter Hoffnungen geschürt, dass sie jederzeit in der Lage ist, dem Markt neues Kapital zur Verfügung zu stellen. Das freut natürlich die Anleger.

In der Folge halten die investierten Anleger an ihren Positionen fest. Sie wollen ihre Anteile nicht verkaufen, wenn es Signale gibt, dass der Markt weiter steigen könnte. Diejenigen, die noch auf sinkende Kurse warten wollen, bekommen kalte Füße und sehen einen starken Markt, dem sie sich nicht länger entziehen können. Manch einer gibt seiner Lust nach und kauft Aktien, ohne auf den eigentlich erwarteten Rücksetzer zu gedulden.

Obwohl zunächst die 7000er Marke als schwer überwindbar interpretiert wurde, geben einige Anleger die Hoffnung auf fallende Kurse schon auf. Das könnte sich als Irrtum herausstellen, denn es gibt keinen Grund, sich irritieren zu lasen.

Zur Nachmittagszeit notiert der DAX wieder bei der 7000er Marke, die Lage im Chart sieht wie folgt aus:

 

Naheliegender als ein direktes Überwinden dieser psychologischen Marke bei 7000 Punkten ist ein Rücksetzer unter das letzte Tief bei 6871 Punkten. Dieser Schritt wird als "Abschütteln" bezeichnet. Diejenigen, die beim Unterschreiten des letzten Tiefs kalte Füße bekommen, verkaufen ihre Anteile. Diejenigen, die auf weiter steigende Kurse setzen, kommen so an günstige Aktien. Das Abtauchen unter die 6871 Punkte Marke würde auch mit dem Trendkanal harmonieren. Das erste Ziel sind 6850 Punkte

Die dicke rote Linie sollte nicht außer Acht gelassen werden. Sie ist eine wichtige Abwärtstrendlinie, beginnend ab Mai 2011. An dieser kämpfen derzeit Bullen und Bären. Die Unentschlossenheit ist deutlich im Markt zu erkennen und wird sich mit einem nervösen Gezucke entladen, sobald eine der Richtungen dominieren kann.

Für den Moment gilt es, die Ruhe zu bewahren. Bis das Gegenteil erwiesen ist, sollten die Kurse kurzfristig nachgeben.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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