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Der DAX lässt die Anleger seit Tagen warten. Schon die ganze Woche blicken diese gespannt auf die Kurstafel, aber außer einer Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau kam dabei bisher nichts heraus. Ein Blick auf den Chart sagt eindeutig: ja, der DAX müsste fallen. Im kurzfristigen Bild ist der Index an seiner oberen Trendlinie angekommen und klebt an dieser. Mittelfristig gesellt sich die große rote Linie hinzu und lässt dem Index keinen weiteren Raum zum Steigen. Die Lage ist eigentlich klar. 

Weiter steigen will der DAX nicht, fallen offensichtlich auch nicht. Das strapaziert die Nerven derer, die hoffnungsfroh diese Woche Short gegangen sind, um den erwarteten Kursrückgang für sich zu nutzen. Erwartet wurden Kursbereiche von 6700 Punkten, daraus wurden aber maximal 6891 Punkte. In Verlauf dieser Woche wurde der Wunsch der Anleger nicht erfüllt, es blieb bei einer Seitwärtsbewegung. Auf der Unterseite hielt die 6900 Punkte Marke, auf der Oberseite die 6980 Marke.

Viele hatten zunächst noch auf das Erreichen der 7000er Marke gehofft. Und das waren nicht nur die Anleger, die Long waren, sondern auch die Emittenten, die bei diesem Wetter Lust auf Grillen haben könnten. Denn es könnten viele Knock Out Scheine ausgeknockt werden. Der Trader wäre raus aus seiner Position und müsste sich neu positionieren. Wie schon einmal hier beschrieben, bekommt der Emittent nicht das Geld des Traders, wenn dieser verliert, die Zockerei ist für die Emittenten ein Nullsummenspiel. Der Emittent gewinnt an dem Spread zwischen dem Ankaufs- und dem Verkaufskurs.

Ein Blick auf den Tageschart:

Zu erkennen ist ein schöner Trendkanal, der seinen Anfang im Juni hatte und den Index kontinuierlich nach oben geführt hat. Der Trendkanal hat sich bisher auch als wichtig erwiesen, er wurde zwei Mal getestet und der Index prallte jedesmal mustergültig daran ab. Im Moment ist der dritte Kontakt hergestellt. Auch diesmal sollte der Index daran abprallen.

Der DAX hat keine Luft mehr nach oben. Nur im Rahmen einer Übertreibung wäre ein kleiner Ausbruch über die 7000er Marke möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich. Mit jedem Tag, an dem der weitere Anstieg ins Stocken gerät, werden die Anleger mit Gewinnpositionen nervös. Möglicherweise ist es Zeit für Gewinnmitnahmen, so deren Gedanken. Besonders die große dicke rote Linie lässt keinen Raum für Interpretationen. Sie markiert eine Abwärtstrendlinie, beginnend im Mai 2011. Nach oben wird es im ersten Anlauf nichts mehr werden, daher ist die Annahme realistisch, dass die Long Anleger sich zwar noch im Markt tummeln (Gewinne laufen lassen) und abwarten, aber den Finger schon auf den Verkaufsknopf gelegt haben. Dieser wird aktiviert, sobald der DAX unter 6891 Punkten notiert.

Der DAX wird in Kürze seinen Weg nach unten einleiten. Starschuss ist das Kursniveau 6891 Punkte. Ziel der Abwärtsbewegung ist die untere Linie des Trendkanals. Je nachdem, wie lange der DAX für diesen Weg braucht (Linie steigt täglich an), liegt das Zielniveau bei ca. 6680 Punkten.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team.

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