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Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, wie das so ist mit der Geldvermehrung? Es ist wie ein Zauber. Plötzlich ist immer Geld da, wenn es gebraucht wird. Wenn Ihnen jemand sagen würde, immer wenn Sie in die Küche gehen und in die Kaffedose blicken, ist ein neuer frischer Geldschein darin, dann würden Sie ihm den Vogel zeigen. Wo soll es denn herkommen? Sie müssen nämlich hart dafür schufen, von nichts kommt eben nichts und hier liegt das Problem.

Wenn niemand arbeitet, dann kann auch kein neues Geld erschaffen werden. Das geht schlichtweg nicht. Manch ein Leser wird einwerfen: aber ja doch – einfach drucken, oder modern ausgedrückt, in Bits und Bytes (elektronisch) zur Verfügung stellen. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, nämlich so, wie man es den Bürgern erklärt. Jede Art von Gelderschaffung aus der Luft hat seine Konsequenzen. Sie können nicht eine ganze Flasche Wein trinken und verhindern, dass sie betrunken werden, sie können nicht zu schnell laufen und verhindern, dass sie Seitenstechen bekommen, Sie können auch nicht jeden Tag Fastfood konsumieren, ohne dabei dick zu werden. Es geht einfach nicht.

Diese logischen Zusammenhänge sind uns im Laufe der Krise abhanden gekommen. Kaum jemand versteht noch, was um ihn herum passiert. Warum die Zentralbank EZB wieder in den Markt eingreift, warum die EU unbedingt den ESM einführen will, und warum es scheinbar möglich ist, Geld zu erschaffen.

Niemand von uns ist ein Heiliger. Auch niemand aus Brüssel. Das heißt, keiner hat einen Draht zu Gott und könnte Geld "erschaffen". Was Geld ist und wie Geld funktioniert, wurde an anderer Stelle in diesem Blog schon einmal thematisiert. In diesem Artikel geht es darum, folgenden Punkt ins Bewusstsein zu rücken: dass all die Aktivitäten, wie wie zum Beispiel, dass die Zentralbanken Banken Geld zur Verfügung stellen oder andere ähnliche Vorgänge, bei denen Geld plötzlich da ist, nicht ohne Konsequenzen möglich sind. Das zu verstehen ist wichtig.

Jeder Bürger, sofern es ihm möglich ist, geht arbeiten. Sie müssen stundenlang Burger belegen oder Regale einräumen. Aber auch die "anspruchsvolleren" Arbeiten, wie die eines Arztes, eines Anwalts oder eines fachlichen Experten, sind nicht ohne. Der eine bekommt weniger für seine Arbeit, ein anderer mehr. Alle eint das gleiche: sie müssen für ihr Geld arbeiten. Ohne dass jemand arbeitet geht es nicht.

Und da kommt die Zentralbank daher und kann auf einmal Geldscheine aus dem Hut zaubern? Das glauben Sie doch selbst nicht, Ihnen wird ein X für ein U vorgemacht. Ein billiger Zaubertrick, der den Bürgern weiß machen soll, man könne grenzenlos Geld drucken, sofern man es braucht. Das, liebe Leser ist ein großer Irrtum, das geht einfach nicht.

Die Kehrseite des Gelddruckens ist nämlich die Geldentwertung. Die Kaufkraft Ihres mühsam erarbeiteten Geldes nimmt ab. Sie können sich für das gleiche Geld weniger kaufen. Oder Sie müssen mehr arbeiten und mehr Geld verdienen um das gleiche Gut kaufen zu können. Hier schließt sich der Kreis wieder. Sofern Sie arbeiten müssen, sollten Sie sich sputen. Auch in dieser Sekunde verliert Ihr Geld an Wert, weil die EZB den Märkten, den Banken und den Staaten Geld zur Verfügung stellt.

Wenn sich also kurzfristig Euphorie breit macht (besonders am Aktienmarkt), weil die EZB wieder einmal die Leitzinsen gesenkt hat, oder anderen Institutionen Geld zur Verfügung stellt, dann ist das gar kein Grund zur Freude.

Ein in diesem Blog oft und gerne genutztes Beispiel, was aus hemmungslosem Geldrucken werden kann, ist Simbabwe. Wenn es möglich wäre, durch Gelddrucken etwas zu erreichen, dann hätte dieses Land es geschafft, seine Krise abzuwenden. Das Regime hat gedruckt wie wild, immer weiter und immer mehr. Es kam zu einer Hyperinflation. Die Zahlen auf den Geldscheinen wurden immer größer, am Ende gab es gar den 100 Milliarden Dollar Geldschein, das Geld hatte gar keinen Wert mehr. Zum Schluss war es für die Bürger billiger, ihre Wohnung mit Geldscheinen zu bekleben, als Tapete zu kaufen.

Das Drucken von Geld führt zu einer Geldentwertung, darauf steuert auch der Euro zu. Das wird in einer starken Inflation münden und mit einer Hyperinflation enden. Der einzige Schutz sind Edelmetalle wie Gold und Silber.

 

Mit freundlichen Grüßen,

ihr

start-trading Team

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