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Sehr häufig trifft man Menschen, die etwas über die Krise gehört haben, aber Deutschland dabei als außen vor betrachten. An uns scheint die Krise abzuprallen, das wird einfach optimistisch angenommen und uns gehe es besser als den anderen, denn wir hätten ja z.B. nicht über unsere Verhältnisse gelebt. Hinzu kommt eine eiserne Kanzlerin, die scheinbar in diesem schwierigen Umfeld die deutschen Interessen verteidigt und ein Finanzminister, der weiß, wie man die Krise bewältigen kann. Nichts davon stimmt und doch ist das beschriebene Gefühl unter den Bürgern allgegenwärtig.

Der Mensch möchte geblendet werden. Das war schon immer so. Niemand will seine einfache manchmal gar ärmliche Lage sehen. Im Fernsehen kann man das sehr oft erkennen, wie geträumt werden darf. Dort treffen sich reiche Familien, die ihre kleinen Probleme überwinden und zu einem Happy End gelangen wollen. Dort leben die Hauptdarsteller in teuren Villen und fahren teure Autos. Da verliebt sich der Arzt in die Marketingleiterin, während diese das Familienhotel auf den Alpen in Schuss bringt. Wer aus der Bevölkerung findet sich darin wieder? Es geht ja auch nicht um das Abbild aus dem Leben, sondern um die Illusion.

Wir alle kennen die Titelblätter der vielen Fernsehzeitschriften. Und obwohl wir ganz genau wissen, dass kein Bild der Wirklichkeit entspricht, weil Konturen nachgezogen sind, die Haut geglättet wurde und Unreinheiten wegretuschiert wurden, hat sich diese Illusion eines perfekten Gesichts/Körpers in unsere Wohnzimmer eingeschlichen. Wir "gewöhnen" uns an die schönen Menschen, wohl wissend, dass das nicht der Realität entspricht und finden uns selbst dann hässlich, da wir dem gängigen Bild nicht entsprechen. Wir geben uns der Illusion hin.

Der Mensch verdrängt die Realität. Das ist an der Börse nicht anders. Wenn ein Aktieninvestment schief geht, dann ist der Markt Schuld und eben nicht der Anleger. Wenn ein Knock-Out-Schein ausgeknockt wurde, dann waren es die Emittenten, die den Anleger gegrillt haben. An die eigene Nase zu fassen und zu fragen, warum man nicht rechtzeitig die Verluste begrenzt hat, oder warum man in einem KO-Schein festhängt, der viel zu nahe am KO-Level ist, darüber macht sich der Betroffene keine Gedanken.

Auch die Finanzkrise hinterlässt ihre Spuren, die der Mensch nicht sehen will. In Schlagwörtern soll hier kurz aufgelistet werden, was in diesem Blog des Öfteren angesprochen wurde. Der große Knall, als Folge der Finanzkrise, wird erst noch kommen, Staatspleiten sind nicht aufzuhalten, ein Aktienabsturz wird nicht zu vermeiden sein, Bankeinlagen sind nicht sicher, Garantien und Sicherungsfonds sind nur Worthülsen, so wie das Papiergeld nur auf Vertrauen basiert und Gold ein wichtiges Werterhaltungsmittel ist.

Für all die oben genannten Punkte, werden Sie eine Vielzahl von Menschen finden, die das nicht glauben wollen. Besonders, dass eine Bank Pleite gehen kann bzw. dass das Ersparte weg sein könnte, wird vehement bestritten, es gäbe ja den Einlagensicherungsfonds und die Garantie der Kanzlerin. Dass Worte und Beteuerungen im Krisenfall Schall und Rauch sind, weiß jeder, der es wissen will. Alle anderen lassen sich weiter von der Illusion blenden.

Es soll ja auch noch Menschen geben, die glauben, in einem Erdbeer-Jogurt seien echte Erdbeeren drin.

 

Es gibt zwei weitere Artikel, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen: Klicken Sie auf den jeweiligen Text, um den Artikel zu lesen.

"Wirtschaftskrise: Die Illusion zerbricht"   und   "Die Illusion geht weiter".

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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