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Spanien ist pleite. Da hilft kein Leugnen und kein Schönreden mehr. Das Land ist bereits an die Wand gefahren, nur den Schaden will noch niemand begutachten. Die Iberer bekommen kein Geld mehr am Kapitalmarkt, gleichzeitig fließen Milliarden an Kapital aus dem Land. Die Flucht des Geldes ist nicht aufzuhalten. Wer noch ein Guthaben hat, bringt das Ersparte schnell außer Land. Jetzt warten die Bürger gemeinsam auf die offizielle Staatspleite.

Wenn Geld das Blut dieses Wirtschaftssystems ist, dann ist es logisch, dass wenn der Staat Blut verliert, dieser bald verbluten wird. Die Kapitalflucht in Spanien ist nämlich auf Rekordniveau, wie deutsche-wirtschafts-nachrichten.de berichtet. Allein in den ersten vier Monaten dieses Jahres sind demnach 120 Milliarden Euro aus Spanien herausgeschafft worden. Das Geld flieht unaufhörlich aus dem Land.

Das ist nicht überraschend, sondern ganz normal. Wenn Sie Ihr Geld in einem (spanischen) Bankensystem haben, über dem die Pleitegeier bereits kreisen, dann werden auch Sie nicht zögern wollen, bis die Pleite eintritt und Ihr Erspartes verloren ist. Sie werden Ihr Geld schnell in Sicherheit bringen wollen, das würde jeder Sparer so machen. Natürlich nur dann, wenn Sie noch Geld haben. Denn die Lage in Spanien ist dramatisch.

Das Land ist in einer Rezession. Bis auf den Fußball rollt in diesem Land kaum noch was. Die Fabriken produzieren immer weniger. Die Wirtschaftsleistung soll dieses Jahre um 2% schrumpfen, nehmen Experten an, die Arbeitslosigkeit ist enorm hoch, sie liegt bei 24% und ist damit die höchste in Europa. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei 50%. Das sind desaströse Zahlen.

Als Folge der leeren Kassen hat die spanische Regierung die Mehrwertsteuer von 18% auf nun 21% erhöht. Die Güter des täglichen Bedarfs werden damit teurer. Als Folge werden die Spanier noch weniger konsumieren können. Dieser Weg ist deshalb brisant, weil die Allgemeinheit belastet wird, die ja eh nichts zum konsumieren hat. Durch die Einschränkung weniger einzukaufen erlahmt die Wirtschaftsleistung zusätzlich. Der Plan, durch eine höhere Mehrwertsteuer mehr Einnahmen zu generieren, wird wohl ins Auge gehen. Über eine Zwangsabgabe von Wohlhabenden, wie der DIW aus Deutschland vorgeschlagen hat,  hat man in Madrid wohl noch nicht nachgedacht. In der Not wird auch Spanien sich was einfallen lassen (müssen).

Ein Ende des Leidens ist nicht zu erwarten. Der Sparkurs, der eingeschlagen wurde, würgt auch das letze zarte Pflänzchen ab. Während Brüssel die Sparanstrengungen lobt, vegetiert das Land dahin. Das Land muss schrumpfen ohne Frage, wie Europa im Allgemeinen auch, daran führt kein Weg vorbei, nur der Schrumpfungsprozess geht zu schnell und wird den Herztod zur Folge haben.

Der Kreislauf, dass das Land kein frisches Geld zu bezahlbaren Zinsen erhält, bei gleichzeitigem Kapitalabfluss aus dem Land, führt dazu, dass sich die Krise verschlimmert. Gleichzeitig folgen die Abstufungen der Bonität durch Ratingagenturen, das hat zur Folge, dass die Zinsen steigen. Außerdem will bei diesem Krisenszenario kein Unternehmen in diesem Land investierten. Kein inländisches und auch kein ausländisches. Dadurch verschärft sich die Krise weiter, ohne dass sich die Notlage bessert.

Die Notlage, in der sich Spanien befindet, wird sich auch nicht bessern können. Glauben Sie den Beteuerungen aus Brüssel und von anderen Seiten nicht. Es ist wie in Griechenland und in Italien auch. Je mehr beteuert wird, dass sich die Lage bessert, umso schlimmer ist die wirkliche Situation vor Ort.

Die Pleite kommt so oder so. Entweder das Land geht unter der Fuchtel Brüssels pleite oder es vermeldet von sich aus eine Staatspleite. Niemand braucht die Augen vor der Wahrheit verschließen, denn nur eine Staatspleite würde einen Ausweg aus dem Teufelskreis bedeuten.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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