Indikatoren-Trading

Was bei Anleihen gut ist, kann bei Aktien ebenfalls positiv sein. Bei Anleihen heißt es nämlich, Deutschland sei ein sicherer Hafen. Das scheint auf den Aktienmarkt und damit den Leitindex DAX ebenso zuzutreffen. Während die anderen europäischen Märkte schwächeln, gar die großen amerikanischen Indizes im Verlust sind, trifft das auf den DAX nicht zu. Dieser hält sich wacker, währt jeden Angriff der Verkäufer ab und steigt schneller, sobald sich etwas Licht am Börsenhorizont zeigt. Woher kommt die Stärke? Es sind Fluchtgelder aus dem Ausland.

Wenn das Geld auf der Flucht ist, dann sucht es sich die sicherste Anlage, die es finden kann. Da Staatsanleihen in Deutschland zwar sicher sind, aber keine Rendite abwerfen, bleibt den verzweifelten Investoren der Weg in die Aktienmärkte. Die Vorteile liegen auf der Hand. Deutsche Unternehmen sind eine stabile Anlage, das Land ist stabil (Gefahr von Enteignungen oder politischen Unruhen sind nicht vorhanden). In Deutschland kann man demnach sein Geld parken und trotzdem etwas verdienen.

So hat der DAX in den letzten Tagen den Short Investoren viel Kopfschmerzen bereitet. Er wollte einfach nicht fallen. Das führte dann zu seltenen Anzeigen auf der Kurstafel, die die großen amerikanischen Indizes im Minus anzeigte und den deutschen Index  im Plus. Die Anleger rieben sich verwundert die Augen. Heißt es doch bekanntlich, dass die amerikanischen Indizes den Weg vorgeben und der kleine DAX brav folgt . Ein anderer Spruch besagt: „hustet New York, bekommt Frankfurt gleich eine Grippe“.

Die Kursbewegungen im DAX sind demnach geprägt von langsameren Kursverlusten, während die anderen Märkte schnell fielen. Umgekehrt stieg der DAX umso schneller, sobald sich die Märkte fassten und Richtung Norden bewegten. Der DAX ist stark. Jedes Mal, wenn ein EU-Gipfel ohne Lösung zu Ende geht, jedes Mal, wenn die Lage in der Welt schlimmer wird und die Zentralbanken mit Leitzinssenkungen helfen müssen, erkennen die Anleger, dass ihr Geld Schutz braucht.

Aus vielen Teilen der Erde werden Gelder in Sicherheit gebracht. Überall gibt es Krisen, soweit man blicken kann. Eine Übersicht finden Sie auf – www.krisenblick.de.

Da können die Zentralbanken noch weiter billiges Geld zur Verfügung stellen, es gibt für Geld kaum noch eine Anlagemöglichkeit. Die Zinsen für angelegtes Geld sind zu gering. Außerdem trägt der Anleger das Risiko, sein Geld nicht wieder zu sehen, sollte eine Bank pleite gehen. Vertrauen Sie nicht dem Einlagensicherungsfonds. Wenn mehrere Banken umfallen, dann ist auch da nichts mehr zu holen.

Die letzten Fluchtmöglichkeiten sind in Deutschland Immobilien, diese haben bereits schwindelerregende Preise erreicht, es wird bereits von einer Immobilienblase gesprochen, oder eben Aktien von deutschen Unternehmen. Bei der Anlage in Aktien geht es mehr um eine Vermögenssicherung und um einen möglichen Profit durch eine Dividendenrendite als um die Investition in ein Unternehmen zum Zwecke der strategischen Zukunftsgestaltung. Das Risiko, dass Aktien im Wert fallen können, wird dabei in Kauf genommen.

Der Vorteil eines Aktienengagements liegt auf der Hand: Die Aktien können dem Anleger nicht weggenommen werden, auch bei einer Bankenpleite nicht. Sie gehören dem Aktionär und müssen ihm auch bei Schließung der Bank ausgehändigt werden.

So ist es in den letzten Wochen besonders auffällig, wie stark und nimmermüde der DAX sich im Vergleich mit anderen Märkten schlägt.

Anleihen gut – Aktien gut – Alles gut?

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading.de

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