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Die Krise spitzt sich zu. Weit und breit ist niemand, der einen Hauch von Ahnung hat was zu tun ist, um sich der Krise zu entledigen. Die Aktien sind auf Talfahrt, die Staaten sind im Rezessionsmodus, die Arbeitslosigkeit steigt, die Wirtschaft siecht dahin, die Banken sind pleite und die Ratingagenturen kommen gar nicht mehr mit ihren Abstufungen nach. Inmitten dieser Hoffnungslosigkeit finden sich ein paar wichtigtuende Politiker, die seit Jahren verschiedene Lösungen propagieren, doch nie haben sie etwas lösen können. Das macht keine Hoffnung für die Zukunft.

Diese offensichtliche Ahnungslosigkeit der sogenannten Euroretter tut sogar weh. Es ist schmerzhaft mit ansehen zu müssen, wie an jedem neuen Tag Politiker aus Europa und aus den nationalen Haushalten es scheinbar besser wissen als der normale Bürger. Nämlich wie besorgniserregend die Situation geworden ist. Der Bürger kann sehen, wie die Lage sich verschlimmert, wie kein Rettungsfonds groß genug ist und dass es keinem Land besser geht, nachdem es in den Schuldensumpf geraten ist. Und trotzdem prahlen die Euroretter mit Parolen, die eine erfolgreiche Rettung propagieren. Das passt nicht zusammen.

Ein wenig erinnert die aktuelle Lage an die Teuerungsdiskussion zu der Zeit, als der Euro eingeführt wurde. Jeder Konsument wusste über die Teuerung Bescheid, jeder konnte in seinem Portemonnaie sehen, wie das Geld nicht reichte und doch wurden die Politiker nicht müde, es besser zu wissen als der Bürger.

Heute wissen die Bürger ebenso, dass in der Schuldenkrise wirklich kein Hauch von Lösung in Sicht ist. Da können noch so viele Gipfel eingeräumt werden. Diese Richtungslosigkeit macht das Verarbeiten des Gesehenen schwer. Wie soll man sich als Bürger für die Zukunft rüsten, wenn man nicht weiß, wie die Zukunft aussieht? Für die Unternehmen gilt das Gleiche. Wie sollen die Firmen sich für die Zukunft  ausrichten, wenn die Aussichten so desolat sind? Wie sollen Anleger investieren, wenn sie kein Vertrauen zu den Finanzmärkten finden?

Der Mensch sieht sich als kleines Licht. Er kann an der Schuldenkrise nichts verändern. Trotzdem ist er aber nicht blöd. Er sieht ganz deutlich, dass hier etwas ganz gehörig nicht stimmt. Für bestimmte Institute ist immer Geld da, weil diese systemrelevant sind. Für andere Dinge des Lebens aber nicht. Oftmals ist die Rede von Schulden bremsen, aber nie von Schulden zurückzahlen. Hier ist etwas faul.  Manche Staaten werden gestützt, weil dieser Schritt vehement als "alternativlos" bezeichnet wird. Wer sagt denn, dass es keine Alternative gibt? Hat man alle Möglichkeiten abgewogen?

Dem Bürger wird erzählt, wie toll doch Europa ist, dass Europa ein Miteinander braucht, dass die Europäer eine Gemeinschaft sind. Wie gesagt, so wird es erzählt, nur wie ist die Realität? In der Realität hacken sich die Nationen gegenseitig die Augen aus. Die einen wollen Geld, die anderen wollen es nicht hergeben. Jeder ist sich selbst der nächste. Da kämpfen die Südeuropäer gegen die Nordeuropäer. Da prahlen die Staaten mit guten Bonitätsnoten und zeigen mit dem Finger auf welche mit Ramschniveau. Deutschland und Frankreich (zu Sarkozys Zeiten) hecken gemeinsam Pläne aus und zwingen andere Staaten mitzumachen. Die Großen bestimmen und jagen die Kleinen vom Fußballfeld. Das ist eben die Macht des Stärkeren. Von wegen, es handele sich um eine europäische Einheit.

Die Zukunft ist düster. Das mag man als Pessimismus bezeichnen, man könnte es aber auch als Blick in die Realität werten. Die Bürger sind es nämlich, die sich mit Silber- und Goldmünzen als Werterhaltungsmittel eindecken, es ist das normale Volk, das die Gelder von den Bankkonten holt, es ist das normale Volk, das nichts mehr von der Politik erwartet.

Für Hoffnung ist jetzt kein Platz mehr. Die Krise geht in die nächste Runde. Die Bürger wissen es.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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