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Der DAX ist heute morgen unter die 6000 Punkte Marke gefallen. Die Medien sind voller Sorgenmeldungen. Was soll auf einmal das Gejammer, möchte man da sagen? Die Anleger sollten sich freuen, dass die Überbewertung von Aktien nun endlich abgebaut wird. Das Fallen der Börsen hat einen Reinigungseffekt. Es ist ein Weg in die Normalität. Es ist gut für die Anleger, die auf Cash sitzen. Daher muss man die fallenden Kurse nicht negativ interpretieren, sondern kann sie mit einem freudigen "Hurra" quittieren.

Die Börsen waren in den ersten Monaten des Jahres zu hoch gelaufen. Jeder Marktteilnehmer wusste, dass der Anstieg eine liquiditätsgetriebene Hausse war. An den Problemen für die Wirtschaft und für die  Unternehmen hatte sich nichts geändert. Wer da nicht vorsichtig mit dem Risiko umgegangen ist und sich nun wundert, warum der DAX unter 6000 Punkte fällt, der verehrte Leser ist selbst schuld.

Wenn ein Kind einen Baum hochklettert, obwohl die Eltern davor gewarnt hatten, dann von diesem herunterfällt und sich weh tut, dann muss man das als erzieherische Maßnahme ansehen und dem Kind sagen, dass es die Schuld selbst trägt.

Wer seit dem Börsenabsturz aus dem Jahre 2000 und dem aus dem Jahr 2008 nichts gelernt hat, der liebe Leser hat auch Schuld. Denn genau wie die Märkte grundlos steigen können, so können sie auch fallen. Das "Warum" und das "Wieso" interessiert niemanden. Der Markt fällt. Es werden mehr Aktien zum Verkauf angeboten als Aktien nachgefragt werden. So einfach ist das.

In diesem Artikel geht es darum, dass es für den Aktienmarkt unerheblich ist, ob dieser nach oben oder nach unten geht. Die Interpretation, dass fallende Kurse etwas Negatives sind, ist falsch. Es ist schon länger bekannt, dass man an den Märkten auch auf fallende Kurse setzen kann. Somit hatte jeder Anleger die Gelegenheit, sofern er die Aktienkurse als zu hoch empfand, rechtzeitig zu verkaufen und oder auch auf fallende Kurse zu setzen.

Wer nicht mit Zertfikaten, Optionscheinen oder CFD's auf fallende Kurse setzen wollte, der hatte auch die Möglichkeit, sein Geld in Cash zu halten. Dieser Anleger hätte an der Seitenlinie warten können, bis ihm die Kurse auf ein faires Niveau gefallen sind. Es gibt an der Börse eben immer die dritte Möglichkeit außer Kaufen und Verkaufen, nämlich abzuwarten. Wer das nicht getan hat, sie ahnen die Antwort schon, ist selbst schuld.

Aktienkurse zeigen keinen echter Wert. Heute kostet eine Aktie 50 Euro, morgen 52 Euro und übermorgen vielleicht 49 Euro, ohne dass sich an der Unternehmensituation etwas verändert hat. Ein Aktieninvestment ist eine Spekulation. Das muss jeder wissen, der an der Börse handelt. Um Aktien vergleichen zu können nimmt man sich Kennzahlen zur Hilfe, wie zum Beispiel das KGV-Verhältnis (Kurs-Gewinn), das sind aber nur Hilfswerte, es sind keine in Stein gemeißelten Aussagen über einen Aktienkurs. Aktienkurse können Kursbewegungen verursachen, die nicht zu verstehen sind. Unter anderem können sie auch fallen.

Warum ist ein fallender DAX toll? Stellen Sie sich vor, Sie haben in diesen Tagen kein blutrotes Depot. Stellen Sie sich vor, Sie haben clever gehandelt und haben Ihr Geld schön an der Seitenlinie geparkt und warten nun auf die Gelegenheit, bei tieferen Kursen in den Aktienmarkt einzusteigen. Würden Sie sich dann nicht freuen?

Sinkende Aktienkurse sind etwas Gutes. Auch wenn die Medien ein anderes, düsteres Bild malen. Diejenigen, die vorsichtig sind und waren, die dem Anstieg an der Börse im ersten Halbjahr nicht getraut haben, die Anleger, die der Gier nicht verfallen sind, all diejenigen werden nun mit den fallenden Kursen belohnt. Sie können Ihre Anteile viel günstiger erwerben. Ein freudiges Hurra auf die sinkenden Preise.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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