Indikatoren-Trading

Die Edelmetallinvestoren werden nervös. Die Sorge geht um, dass der Goldpreis noch tiefer fallen könnte. Bisher ist oft von einer Korrektur die Rede. Aber jeder Kursverfall beginnt als Korrektur. Es zeigt sich dann zum späteren Zeitpunkt, wie die jetzige Lage zu interpretieren gewesen wäre. Seit sieben Monaten warten die Anleger auf neue Jahreshochs. Das ist ganz schön lange für das angespannte Investorenherz, das sich mit Zweifeln plagt. Ist die Sorge berechtigt?

Man muss offen zugeben: der Goldpreis in US-Dollar gibt ein schwaches Bild ab. Meist ist es ein langsames Sinken des Preises. Jedesmal, wenn eine kleine Hoffnung besteht, der Goldpreis könne wieder einen Anlauf auf neue Jahreshochs nehmen, fällt der Preis noch tiefer. Vertrauenserweckend ist etwas anders. Jedenfalls für die kurzfristigen Investoren.

Wer bei 1900$/uz gekauft hat und nun mit seinem Investment im Minus notiert, den schmerzen die Verluste. Man wollte auf der Welle der steigenden Kurse des gelben Edelmetalls mitschwimmen und den ein oder anderen Euro einfahren. Für diejenigen Anleger hat sich die Hoffnung auf einen kurzfristigen Gewinn nicht eingestellt. Die Mehrheit der Goldbugs hat aber einen anderen Ansatz.

Die meisten Goldinvestoren sind langfristige Anleger. Sie wollen Gold gegen Papiergeld tauschen. Sie wollen die Krise mit etwas Werthaltigem überstehen. Für diese Art Investoren ist Gold ein Werterhaltungsmittel. Mit diesem Blickwinkel erscheinen die täglichen Veränderungen des Goldpreises in einem anderen Licht. Es geht ja nicht um den kurzfristigen Spekulationsgewinn. Echte Investoren wollen Preise von 5000$/uz oder höher sehen. Erst dann beginnen Sie zu überlegen, wie die Investition weitergeht. Vorher machen sie sich keine Gedanken. Warum auch?

Kurzfristig, so muss man die letzten Monate sehen, ist der Kampf des Edelmetalls gegen das Fluten der Märkte durch die Zentralbanken ein ungleicher. Der Goldpreis kann diesen Fight nicht gewinnen, solange immer neues Papiergeld eine scheinbar heile Welt vorgaukelt. Im Grunde ist es sogar sinnvoll, dass der Goldpreis es erstmal gemächlich angehen lässt. Die ersten Signale mehren sich, dass die Zentralbanken ihr Pulver verschossen haben. Nichts von dem, was das billige Geld erwirken sollte, ist eingetreten. Sobald die Zentralbanken nicht mehr in den Markt eingreifen können, wird der Goldpreis wieder in den Fokus der Investoren rücken.

Nicht nur der Sicherheitsgedanke der Goldkäufer lässt die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall steigen. Auch das viele neue Geld der Zentralbanken will geschützt werden, sobald die heile Aktienwelt wie ein Kartenhaus zusammenfällt. Das viele frische Geld aus dem Aktienmarkt flüchtet dann gemeinsam mit den "normalen" Investoren gemeinsam in die Fluchtwährung Gold, dann ist der darauffolgende Anstieg für jedermann ausmalbar.

In Euro ist der Goldpreis kaum gefallen. Es ist Ansichtssache, ob die heutige Situation den Goldinvestoren die Sorgenfalten auf die Stirnfalten treiben sollten. Besinnt man sich auf die Gründe, warum Investoren Gold kaufen, dann sind die Preisschwankungen nebensächlich.

Sind Sie gegen die kommende Inflation geschützt? Haben Sie Ihr Geld rechtzeitig gegen Gold getauscht? Haben Sie Ihr Vermögen in etwas Werthaltigem geparkt? Wenn Sie die Fragen mit "Ja" beantworten können, dann brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen.

Wir empfehlen noch, den Artikel "Goldpreis: Von wegen spekulativ" zu lesen.

In diesem Sinne.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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