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Kaum scheint die Euro Krise vorbei zu sein, da ist sie schon wieder da. Dazwischen wurde gerettet und gelöst. Dann beginnt das Spiel wieder von vorne. Es wird geflunkert, getrickst und versprochen. Viel passiert dabei nicht, der Betrachter kommt sich vor wie im Kindergarten. Es wird getollt, gespielt, probiert. Am Ende wird der Turm einfach umgestoßen. Natürlich will das niemand gewesen sein. So ist das eben im EU-Kindergarten.

Erst kürzlich war sich der EZB Präsident Draghi sicher, das Schlimmte sei vorüber. Auch der deutsche Finanzminister Schäuble verkündete voller Inbrunst, dass finanziell alles für die Krise getan wurde, mehr gebe es nicht zu tun. Die überzeugenden Darstellungen der beiden Herren reihen sich in die vielen anderen ein. Man sei sich sicher, die Krise sei bekämpft worden und die Probleme gehören nun der Vergangenheit an. Kaum sind ein paar Wochen vergangen, dreht sich das Fähnlein wieder. Die Krisenstaaten wanken erneut. Die Anleihezinsen schießen in die Höhe, wir sind wieder in mitten der Krise. Von Ende der Krise keine Spur. Der Betrachter fragt sich zurecht, sind wir hier im Kindergarten?

Wenn ein Kind etwas haben will, dann verspricht es Ihnen das Blaue vom Himmel. Im Gegensatz zu der Politik meint es ein Kind auch so. Das Kind wirbt für das neue Spielzeugauto. Die Politik wirbt um Vertrauen. Jeder in der Politik weiß, dass die Krise nicht vorüber ist, doch wie lange kann man die Bevölkerung still halten? Wie lange können die Medien die Berichterstattung einseitig gestalten? Die Krise wird versteckt, man muss jetzt "wurde versteckt" sagen, denn es geht nicht mehr, den Deckmantel über die Probleme zu legen. Zu sehr drängen sie an die Öffentlichkeit.

Kinder machen Dinge überhastet. Sie eilen an die Krisenstelle und beginnen mit schnellen Aktionen. Sie können zu diesem Zeitpunkt die Weite ihrer Maßnahmen nicht absehen. Sie sind eben noch klein, sie sind Kinder. Anders die Politik. Sie besteht meist aus reifen und oftmals älteren Menschen mit Lebenserfahrung, von ihnen sollte man erwarten, dass sie die Konsequenzen ihrer Entscheidungen einschätzen können, aber weit gefehlt. Man sehe sich nur die vielen Anstrengungen zu Beginn der Schuldenkrise an: plötzliche Leitzinssenkungen, diktatorische Sparzwänge und was den EU-Rettern sonst noch eingefallen ist.

Sparen ist etwas Gutes, etwas Sinnvolles. Kaputtsparen bis zum plötzlichen Wirtschaftstod ist hingegen etwas ganz anders. Das genau macht die EU-Führung in all den Krisenländern, in denen sie bisher war. Das schlimme ist: zunächst wird auf Sparen gedrängt und dann wundern sich die Damen und Herren aus Brüssel, dass die Wirtschaft in den Krisennationen einfach nicht in die Gänge kommen will. Wie auch? Es ist wirklich wie im Kindergarten.

Gelegentlich kommt es vor, dass Kinder lügen. Ein "hast du deine Hände gewaschen" der Eltern wird mit einem freundlichen Nicken bestätigt, obwohl die Hände staubtrocken sind. Für Kinder ist das eine nicht so schlimme Notreaktion, wenn sie etwas abwenden wollen, was sie nicht tun wollen. Erst wenn man etwas älter wird, hört dieser Mechanismus auf, da man lernt, dass Lügen nichts Gutes ist.

Ganz anders in der EU. Dort hält man das Lügen für legitim. Die Unwahrheit zu sagen sei zum Wohle der Gemeinschaft. Der Euro Gruppen Chef Jean Claude Juncker formuliert das so: "Wenn es ernst wird, muss man lügen". Soviel zu den Ansichten aus den politischen Kreisen der EU. Die Politik hat sich vollkommen von seinen Bürgern abgewendet. Es wird wie im Kindergarten gelogen. Während die Kinder unschuldig sind, da sie nur sich schützen wollen, will die Politik seine Bürger täuschen.

Die Euro Retter sind ein zusammengewürfelter Haufen, der in vielen Jahren Euro Rettung nichts, rein gar nichts zu Stande gebracht hat. Warum wird ihm noch geglaubt? In jedem Wirtschaftsunternehmen wäre man mit diesem Krisenmanagement untergegangen. Dieser Kindergarten aus Brüssel soll tatsächlich die Eurozone, den Euro oder gar die Welt retten? Niemals.

Es ist nicht nur wie im Kindergarten, verehrte Leser, es wird auch wie im Kindergarten enden. Es wird solange an dem gebauten Turm gerüttelt bis er kaputt geht und zusammenfällt. Dann ist das Geschrei und das Geheule groß. Alle zeigen auf den anderen, doch niemand will es gewesen sein, der den Turm zerstört hat.

Wie zu Beginn gesagt, wir befinden uns in einem Kindergarten namens Europa.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Ihr

start-trading Team

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