Indikatoren-Trading

Geld bestimmt unser Leben. Es geht schon früh beim Taschengeld los und dauert bis zur Rente an. Es ist niemals genug und man verbringt viel Zeit damit, Geld  vermehren zu wollen. Bei all der Hast und Gier lassen wir uns von der Macht des Geldes einnehmen. Schon bald besitzen nicht wir das Geld, sondern das Geld uns. Beim Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf, das logische Denken ebenso. Das können wir in der Finanzkrise besonders gut erkennen…

Geld ist gut und böse zu gleich. Es war zunächst gut, als es den neuen Immobilienbesitzern in den USA ein neues Heim geschenkt hat. Die amerikanischen Bürger hatten nicht genug davon, die Banken sprangen ein und halfen mit Geld. Natürlich nicht umsonst, sondern gegen Zinsen. Soweit zum guten Geld. Wenige Jahre nach dem Erwerb wurde das Geld böse. Es begann das Familienleben zu zerstören, indem die monatlichen Raten zu teuer wurden. Es blieb zu wenig zum Leben übrig. Die Last, Geld zusammenzukratzen, das man nicht hatte, erdrückte viele Familien.

Es dauerte nicht lange und die Regierungen der Welt versprachen, dass Geld nicht böse ist. Sie werden mehr besorgen, indem sie Konjunkturpake schnüren und der Wirtschaft eine Anschubhilfe für neues Wachstum geben. Staaten liehen sich Geld von Investoren und begannen Aufträge für Rüstungsgüter, für Straßen und Schulen zu vergeben. Plötzlich hatten die Menschen wieder Arbeit und damit Einkommen. Das Geld war wieder da und die Stimmung ebenfalls.

Nachdem einige Zeit vergangen war und der Konjunkturmotor einfach nicht anspringen wollte, schlitterte die Wirtschaft in eine Rezession. Die Unternehmen entließen ihre Angestellten. Das Geld war wieder böse, hatte es doch so viele Arbeitsverhältnisse auf dem Gewissen. Es fehlte nun in vielen Haushalten. Die Lage schien ausweglos.

Sofort machten sich die Zentralbanken an die Arbeit, den Märkten, den Menschen, den Unternehmen oder der ganzen Welt frisches neues unbenutztes Geld bereitzustellen. Plötzlich war wieder alles in Ordnung. Die Banken wurden vor einer Kreditklemme geschützt, die Aktienkurse stiegen rasant, die Zinsen für Anleihekurse sanken.

Sobald sich der Mensch in die Abhängigkeit begeben hat, kontrolliert das Geld den Menschen. Das berühmte Hamsterrad, in dem sich der Mensch befindet, dreht sich immer schneller. Man muss mehr arbeiten, um mehr zu verdienen. Haus und PKW, sowie der Lebensstandart  wollen bezahlt und behalten werden. Aber auch wenn man sich nicht in Schulden befindet, kann man sich von der Anziehungskraft des Geldes nicht frei machen. Dann will man mehr verdienen, um noch mehr Geld zu besitzen. Das Geld lässt den Menschen nicht in Ruhe. Dadurch, dass es nie genug ist, fühlt man sich nie wohl damit. Glücklich macht es auch nicht, sonst hätten wohlhabende Menschen keine Sorgen. Aber es vereinfacht das Leben ungemein.

Wie man es dreht und wendet. Man kann nicht mit dem Geld, man kann aber auch nicht ohne. Es ist toll, wenn man sich Dinge leisten kann, die andere nicht haben. Und es tut weh, wenn andere Dinge besitzen, die man selbst auch haben will.

Geld hinterlässt ein berauschendes Gefühl. Es ist nicht von Dauer, aber es ist im Stande, Menschen Dinge machen zu lassen, die nicht logisch sind. Warum kann jemand seine kompletten Lottomillionen ausgeben? Oder sein Aktiendepot dem Erdboden gleich machen? Wieso verschulden sich Menschen um das Vielfache Ihres Einkommens? Warum hört bei Geld die Freundschaft auf?

Es heißt immer, über das Geld spricht man nicht. Das wird uns schon in jungen Jahren gelehrt. Das wird wohl einen Grund haben, damit andere vielleicht nicht gierig werden? Damit andere einen nicht bestehlen? Ist man dann etwas älter und startet ins Berufsleben, dann soll man auch dort nicht über Geld, sein Gehalt, reden, das bekommt man sogar mit seinem Arbeitsvertrag schriftlich. Man soll ein Geheimnis um das Thema machen.

Mit Geheimnissen verhält es sich so: Hat man ein Geheimnis, so ist es seine Geisel, verrät man es, ist man selbst die Geisel.

Der Mensch ist meist die Geisel des Geldes. Man ist sich seiner nie sicher. Mal ist es gut, mal ist es böse.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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