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Die Welt hatte ein Problem. Sie gab mehr aus als sie hatte. Als kein Geld mehr da war und weiteres gebraucht wurde, versprach die Zentralbank die Welt zu retten, indem sie Geld erschafft. Seitdem druckt sie wie wild. Die Wirtschaft ist beruhigt, die Aktienmärkte entzückt und der Bürger freut sich, dass das Krisengerede endlich ein Ende hat. An dieser Überlegung kann etwas nicht stimmen. Warum arbeiten wir überhaupt noch, wenn es Geld im Überschuss geben kann?

Schon einmal darüber nachgedacht, ob das Sinn macht? Sofern der Mensch zum Nachdenken Zeit bekommt natürlich, er muss ja arbeiten, damit er Geld verdienen kann. Aber die Zentralbanken müssen kein Geld verdienen. Ihnen gehört das Geld und sie haben sich zum Retter der Welt aufgeschwungen. Sie haben geschafft, was keine Regierung in die Tat umsetzen konnte. Sie haben die Probleme der Nationen scheinbar lösen können.

Kaum jemand redet noch von Krise. Die Problemstaaten bekommen frisches Geld zu akzeptablen Zinsen. Die bösen Hedgefonds zwingen keinen Staat mehr in die Knie und die Ratingagenturen halten ausnahmsweise einmal den Mund. Es gibt keine neuen Abstufungen.

Noch immer ist nicht geklärt, wie die Lösung aussieht, die die Zentralbanken erarbeitet haben. Denn es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Die gute Seite ist die Schaffensseite. Die Zentralbank zauberte Geld, es ist plötzlich dagewesen. Damit ist das Problem der Liquiditätsnot verschwunden. Es kommt erst einmal nicht zum Kollaps.

Denkt man den Gedankengang weiter, dann könnte doch jeden Tag und jede Nacht Geld gedruckt werden. Nicht nur die Banken bekommen es dann, nein auch die Unternehmen bekommen frisches Geld. Privatleute ebenso, die Rentner auch und nicht zu vergessen die Beamten. Alle bekommen neues Geld. Es könnte gleich vom Himmel regnen. Das würde die Verteilung ungemein vereinfachen.

Wenn alle in Geld schwimmen, sagen wir alle Menschen und Unternehmen wären Millionäre. Wäre das nicht toll?

Im Moment bekommen nur die Banken das Geld der Zentralbanken geschenkt. Diese spielen am Aktienmarkt damit, was ihnen sichtlich Spaß macht.

Was ist mit der zweiten, der dunklen Seite der Medaille? Theoretisch könnte die Zentralbank bei jeder Knappheit weiteres Geld bereitstellen oder etwa nicht? Wo Licht ist, ist auch Schatten, wer aus einem Bach trinken will, muss sich die Hände nass machen. Bisher schaffen es die Medien, die Politik und auch die Zentralbanken, diesen Punkt unbeleuchtet zu lassen.

Gehen Sie einen Moment in sich und überlegen Sie. Es wird nur von frischem Geld geschwärmt, das die Probleme wegspült, aber zu welchem Preis? Keine Gesellschaft kann mit monetären Maßnahmen eine Lösung eines Problems herbeiführen. Monetäre Maßnahmen dienen nur der Zeitgewinnung.

Überlegen Sie mit dem gesunden Menschenverstand. Wenn diese Maßnahme tatsächlich funktionieren würde, bräuchte niemand mehr arbeiten. Sie funktioniert aber nicht. Das von den Zentralbanken jetzt bereitgestellte Geld wird seine dunkle Seite offenbaren. Zum Nachteil der Mehrheit.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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