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Schafft er es oder schafft er es nicht? Der DAX ist schon so weit gekommen und kurz vor der 7000er Marke geht ihm die Luft aus? Das können die Anleger so nicht stehen lassen. Wer A sagt muss bekanntlich auch B sagen. Die Börsengemeinde ist die letzten 1500 Punkte gemeinsam gegangen und da soll wirklich bei dem bisherigen Hoch bei 6971 Punkten das Ende der Fahnenstange erreicht sein? Nein, einen Versuch wird der DAX noch wagen.

Runde Marken haben etwas Magisches. Solche wie 7000 Punkte im DAX oder 13000 Punkte im Dowjones Index. Meist sind die runden Werte ein Anziehungspunkt für die eher privaten Anleger. Für die großen Händler sind die runden Zahlen für den Handel nicht von besonderer Bedeutung. Entscheidend sind die Chartlinien auf die es ankommt. Für die Gesamtheit der Marktteilnehmer stellen sie eine Art Meilenstein dar. Soviel hat man erreicht, bis dahin ist man gekommen. Bis dahin hat man den Index getragen, eine Art Gemeinschaftsgefühl wird dadurch geweckt. Daher strengt man sich auch gemeinsam an, bis zum Ziel zu kommen.  

Das Ziel im DAX waren die 7000 Punkte. Diese waren fest eingeplant und doch bekamen die Anleger kurz vor dem Ziel kalte Füße. Am Dienstag Vormittag, dem 21. Februar 2012, wurde der Angriff auf die runde Marke abgeblasen. Warum? Wenn alle Anleger wissen, dass bei 7000 Punkten erst einmal Luftholen angesagt ist, dann will kaum jemand mit dem Verkauf seiner Anteile so lange warten, um dann bei fallenden Kursen verkaufen zu müssen. Gleich nach dem Erreichen der runden Marke wollen nämlich alle Kasse machen (Ziel erreicht). Daher positionieren sich die cleveren Anleger etwas unter der wichtigen Marke und werden ihre Anteile in den steigenden Markt hinein los. 

Man könnte meinen, wenn die 7000 Punkte nur psychologisch wichtig sind, dann kann man es auch bei 6971 Punkten belassen. Nicht ganz. Was für die normalen Anleger eine runde Marke ist, ist für die institutionellen Anleger eine finanziell wichtige Marke. Auf der runden Marke 7000 Punkte basieren sehr viele Wertpapiere wie Knock-Out-Scheine. Diese abzugrasen wäre durchaus interessant für die Emittenten.

Der Emittent verdient nicht direkt am Verlust des Traders. Das wurde hier schon einmal erklärt. Wenn ein Trader 2000 Euro Miese gemacht hat, dann hat auch der Emittent 2000 Euro miese gemacht und am Ende des Geschäfts ist es ein Nullsummenspiel. Doch dazu mehr im Artikel. Warum hat also der Emittent doch die Absicht, die Knock Out Scheine ausknocken zulassen?

Daran hat der Emittent tatsächlich ein Interesse, denn wer aus dem Markt gekegelt ist, muss neue Knock-Out-Scheine erwerben. Mit jedem neuen Erwerb macht der Emittent seinen Gewinn. Also bereits beim Kauf. Wie das Geschäft am Ende ausgeht ist unerheblich, weil es eben ein Nullsummenspiel ist. Die Absicht die Trader zu grillen, wurde hier erklärt.

Es ist also noch nicht vorbei mit dem Angriff auf die psychologisch wichtige Marke von 7000 Punkten im DAX. Solange die Emittenten dieses Ziel als wichtig genug erachten, werden sie die Chance nicht ungenutzt lassen, um noch einmal einen Versuch zu starten. Das Ziel ist nahe.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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