Indikatoren-Trading

Es stimmt schon wieder etwas nicht im System. Die USA freut sich fast täglich über eine sich bessernde Wirtschaft, über bessere Konjunkturdaten und zu was für einer Entscheidung kommt die amerikanische Notenbank FED? Sie wird die Ultraniedrigzinsphase um noch ein volles Jahr verlängern. Der Erste, der den Fehler im System bemerkt hat, war der Goldpreis. In Minuten schoss er um 3% nach oben. Die Ziele liegen noch weit höher.

Die Überraschung des Mittwoch Abends war, dass die FED ihre Leitzinsen für einen längeren Zeitraum niedrig halten will als bisher geplant. Ursprünglich war angedacht, die Niedrigzinsen von 0,00-0,25% bis Mitte 2013 unverändert zu halten. Der neue Plan sieht nun die Ausweitung bis 2014 vor. Das ist einmal eine Maßnahme, billiges Geld für immer? So haben es die Börsen interpretiert und schossen allesamt auf neue Jahreshochs. 

Jetzt kommt der Fehler im System. Wenn alles gut wird in den USA, sich die Dinge zum Besseren wenden, warum muss sich die FED dann solch einen massiven Schritt ausdenken? Vielleicht, weil dieses Jahr ein Wahljahr ist? Möglich, aber für die amerikanische Notenbank kommt dies einer Offenbarung gleich. Wir haben keine neuen Ideen mehr, nehmt das Geld und macht etwas daraus, so könnte man diese Entscheidung interpretieren.

Die Notenbank gibt eine ihrer wichtigsten Lenkungsmöglichkeiten aus der Hand – die Hoheit über die Leitzinsen. Damit haben sie bereits zuvor begonnen, aber dieser Schritt, für ewig an der Nullzinspolitik festzuhalten, ist eine Art Aufgabe.

Um diese Entscheidung zu begründen, sagte die FED sinnbildlich, sie sehe Licht am Ende des Tunnels. Es sei aber noch ein langer Weg, bis sich die wirtschaftliche Lage erholt. Und noch eine typisch amerikanische Formulierung wurde mitgeliefert: Die Anderen sind an der Talfahrt schuld. In Worte gepackt formulierte sie es so: die Weltkonjunktur schwächelt und es herrscht Gegenwind aus Europa.

Den Fehler im System kann man in wenige Worte fassen. Wie man an den Rekordergebnissen vieler Unternehmen erkennen kann, erzielen diese aktuell die besten Geschäftsergebnisse ihrer Unternehmensgeschichte und doch kommt die Wirtschaft nicht in Gang. Scheinbar brauchen die Unternehmen für diese außergewöhnliche Leistung auch keine Arbeitskräfte, denn die Arbeitslosen werden nicht weniger.

Wenn die Unternehmen sprudelnde Gewinne erzielen, warum ist dann die Staatskasse chronisch pleite? Warum werden die Steuereinnahmen nicht mehr? Ist vielleicht alles nur getrickst? Da stimmt etwas nicht.

 

Damit kommen wir nun zum Goldpreis:

Sobald das System schwächelt, kann dies am Goldpreis besonders gut abgelesen werden. Das gelbe Edelmetall erkannte die Gefahrenzeichen sofort und setzte diese in ein saftiges Kursplus um. Wenn die Lage so elend ist, wie sie nun zugegeben wird, dann beginnt wieder die Fluchtbewegung der Anleger in den sicheren Hafen.

Die Unsicherheit an den Märkten ist wieder da und der Goldpreis ist ebenfalls zurück. Das war die letzten Monate nicht ganz so. Die ersten Investoren dachten schon mal daran, ihre Goldbestände zu veräußern. Der Goldkurs stieg nicht mehr konstant, wie man es in den vielen Jahren zuvor gewohnt war. Die Sorge könnte nun wieder verflogen sein.

Es ist so, dass die Krise stärker Bestand hat als je zuvor. Solange es die Krise gibt, solange wird der Goldpreis weiter ansteigen. Also nur ruhig Blut. Es wird bald neue Hochs geben und noch weitere.

Damit Sie auch etwas als Ziel mitnehmen können, an dem Sie sich orientieren können, nennen wir hier ein Kursziel: Niemand sollte nervös werden und seine Goldbestände verkaufen, bevor die 5000$/uz Marke erreicht ist.

 

Sie glauben, das ist zu hoch gegriffen?

Aber nein! Nehmen Sie den Schlusskurs von gestern, den 27. Januar: 1738$. In den letzten 10 Jahren ist der Goldpreis um 1459$ (279->1738) gestiegen. Das sind satte 523% Kursgewinn. Allein in den letzten drei Jahren ist der Goldpreis um 834$ (904->1738) gestiegen. Das sind 92% Kursgewinn.

Das Besondere: 1459$ (100%) wurden in 10 Jahren zurück gelegt, aber in nur drei Jahren allein 834$ (57%) erklommen. Das bedeutet, die Kurve des Goldpreisanstiegs wird immer steiler. In immer kürzeren Abständen wird ein größerer Weg zurück gelegt.

Da ist das Ziel von 5000$/uz gar nicht mehr so weit. Also dran bleiben.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Ihr

start-trading Team

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