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Der DAX hat auch an dem heutigen Tag den Anlegern ein Schnippchen geschlagen. Der deutsche Leitindex ist kaum zu greifen. Allgemein erwartet wurde ein schwächerer Tag, es kam aber anders. Der DAX gab ordentlich Gas. Inmitten des ganzen Hin und Her ist der Trader und versucht mal short und mal long zu gehen. Meist verbrennt er dabei ordentlich Tradingkapital. Der DAX ist im äußerst starken Bullenmodus. Doch wie weit soll der DAX noch steigen?

 

In solch einer Marktphase schauen die Zweifler und die interessierten Anleger ungläubig dem Markttreiben zu. Die überzeugten Käufer kaufen ohne zu zögern und lassen die Kurse damit zügig steigen. Die Marktteilnehmer an der Seitenlinie kommen dadurch in Zugzwang und wollen auch auf den fahrenden Zug aufspringen. Die Kurse steigen weiter.

 

Bald werden Nachrichten veröffentlicht werden, dass institutionelle Anleger in den Markt wollen oder sogar müssen. Sie laufen den Kursen nach, wird es dann heißen. Jede neue Meldung wird den deutschen Leitindex weiter ansteigen lassen. Tage mit Minuszeichen werden zu einer Seltenheit werden.

 

Ein Blick in die letzte Woche zeigt schön das Muster, mit dem im Tagesverlauf gearbeitet wird. Am Vormittag runter, am Nachmittag dann rauf. Meist hat es der DAX es so eilig, wieder den Vorwärtsgang einzulegen, dass ein fälliges Luftholen, wenigstens für ein paar Tage, gar nicht erst angegangen wird.

 

Nein, die Anleger wollen in den Markt. Jeder kleine Rücksetzer wird zum Kauf genutzt. Es scheint, dass die Bullen von Krise nichts hören wollen (hier). Das zeigt sich im Kursverlauf der letzten Wochen. Seit Jahresbeginn ist der Schalter in den „Kaufmodus“ umgelegt. Es scheint sogar so, als würde die Börse den wartenden Anlegern zurufen: „wer wartet, verliert„.

 

Eine ähnliche Phase gab es auch Ende des letzten Jahrhunderts. Es war 1999, als zu Zeiten des Neuer-Markt-Booms der DAX fast täglich stieg. An jedem neuen Tag, an dem die Anleger eine Korrektur erwartet hatten, stieg der Index. Moderatoren wie Friedhelm Busch von n-tv oder verschiedene Kommentatoren im Web wurden um ihren Schlaf gebracht. Sie konnten nicht glauben, was sie da sahen.

 

Das ist auch schwer zu glauben. Solch eine Dynamik wie im DAX ist schon länger nicht mehr gesehen worden. Für einen Longeinstieg scheint der Zug abgefahren, für einen Shorteinstieg ist die Angst zu groß. Das traut sich der Anleger nicht mehr.

 

Wie ist der Ausblick? Der ist kompliziert. An verschiedene Chartmarken, wie 6250 als Widerstand, hat sich die Bullengemeinde nicht gehalten. Mittelfristig ist die Ausgangslage brandgefährlich. Kurzfristig scheint das die Anleger nicht zu interessieren. Aber wie heißt es am Börsenparkett: Wenn die Kanonen donnern, muss muss man zugreifen. Genau das scheinen die Investoren umsetzen zu wollen.

 

Solange der DAX keine eindeutigen Signale liefert, ist unsere Empfehlung, regelmäßig ein paar Punkte in beide Richtungen mitnehmen.

 

So wie heute Morgen zum Beispiel:

Unser Signal ID 575: , das Chartbild dazu:

 

Es gibt an der Börse immer eine dritte Möglichkeit. Wenn die Marktlage unsicher und unklar ist, dann kann man sich kurz auf die Ersatzbank setzen und sich das Spiel am Parkett von der Seitenlinie ansehen. Das gibt Zeit, etwas zu Kräften zu kommen. Außerdem kann man mit etwas Distanz den Markt besser einschätzen.

 

Abschließen soll dieser Artikel mit folgendem Börsenwissen: „Wenn die Börsenlage zu bullisch ist, dann ist es Zeit, sich vom Markt zu verabschieden“. Nur weiß niemand, wann es zu bullisch ist. Wie lange können die Börsianer die Rahmendaten ignorieren? Wie lange den Konflikt mit Iran und das Ölembargo außer Acht lassen? Die Lage bleibt undurchsichtig.

 

Bis es zu einer Entscheidung kommt gilt: in beide Richtungen DAX Punkte mitnehmen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

 

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