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Fühlen Sie es auch? Man fühlt sich umgeben von Gefahren für sein Erspartes. Dieses unangenehme Gefühl beschleicht uns mit jedem neuen Tag an dem wir über Krisen, über Bankenpleiten, Bankenruns und Pleiten von Staaten lesen. Die Bürger können auch nicht einfach wegsehen, denn niemand will sein Geld einfach so verlieren.

 

Am Wochenende haben die Bürger Lettlands die Bankautomaten ihres Lands gestürmt, als bekannt wurde, dass einige Banken in Schieflage sind und somit drohen Pleite zu gehen. Das ist nicht schön an einem Sonntag, doch es zeigt etwas, das mit Sicherheit für alle Bürger in Europa gilt: Alle warten auf den Startschuss.

 

Die Bankkunden wissen, dass mit dem Finanzsystem etwas nicht stimmt. Sie wissen ebenfalls, dass die Banken große Risiken eingegangen sind und nun Schwierigkeiten haben. Wenn eine Meldung über den Nachrichtenübermittler Twitter versendet wird, dass verschiedene Banken in Lettland in Schieflage sind, dann trifft das bei den Bürgern auf fruchtbaren Boden.

 

Es ist wie bei einem 100-Meter-Lauf, bei dem alle Läufer mit erhöhter Anspannung auf den erlösenden Startschuss warten. Die Anspannung ist sogar so stark, dass jegliches Geräusch dazu führt, das mehrere Starter loslaufen, ohne dass der Startschuss gefallen ist.

 

So ist es in Europa ebenfalls. Alle warten auf den Moment, an dem eine Meldung über Schwierigkeiten einer Bank öffentlich wird. Man ist bereit die Konten zu räumen, nur will man nicht der Erste sein. Denn vielleicht ist alles doch nicht so schlimm, so die eigene Beruhigung. Der Kunde fühlt sein Geld in größerer Sicherheit bei einer Bank. Somit bleibt er in einer Art Schockstarre gefangen und macht erst einmal gar nichts, auch wenn die Indikationen etwas anderes sagen. Leider ist der Mensch so, dass er selten etwas in vorausblickender Weitsicht macht. Das Ereignis muss erst eintreffen, damit reagiert wird.

 

Die Menschen fühlen sich verloren inmitten der vielen Gefahren. Es ist einfach zu viel für das menschliche Gehirn, da sich auch viele in Geld Sachen nicht auskennen. Was soll man machen? Diejenigen, die den Banken nicht trauen, flüchten in Immobilien, worauf die Immobilienpreise in schwindelerregende Höhen gestiegen sind. Andere rennen in die Münzläden und decken sich mit Goldmünzen ein. Sicher ist sicher. Es ist besser, sein Geld anderweitig zu verwenden, als sein Geld bei einem Bankinstitut in Luft aufgelöst zu sehen.

 

Die Sorge wird aber durch das Umschichten in andere Investitionen nicht weniger. Man hat ja sein Geld nicht gerettet, denn man vertraut eben nur nicht mehr den Banken sein Geld an, sondern einer Alternative. Macht man es richtig, wenn man jetzt noch Immobilien kauft? Niemand will derjenige sein, der zu überhöhten Preisen einkauft. Das gilt ebenfalls für Aktien. Wenn es zu einem Börsencrash kommt, wird es all die Aktien für die Hälfte geben. Also doch warten?

 

Das Ersparte ist in Gefahr und der Bürger weiß das. Nur wie er damit umgehen soll ist ungeklärt. Es gibt auch kein Allheilmittel, jeder muss mit seiner Entscheidung leben. Eines haben alle Entscheidungen gemeinsam. Vertrauen Sie sich selbst und Ihrem Instinkt. Seien Sie soweit möglich unabhängig von anderen. Das ist schon einmal ein Anfang.

 

Geld ist eigentlich nur das Papier wert, auf dem es gedruckt ist. Nur hat man so hart dafür gearbeitet und deshalb will man es nicht so leicht hergeben. Viele haben lange für die Euros gespart, haben auf Urlaub, Auto und Angenehmes verzichtet und jetzt wird es von allen Seiten angegriffen. Für jeden, der sein Geld schützten will, bleibt nichts anders übrig als zu handeln. Nur wie?

 

Das ungute Gefühl ist wieder zurück. Wenn es Sie etwas beruhigt, es geht allen Sparern genauso wie Ihnen. Sie sind nicht alleine.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

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