Indikatoren-Trading

Wer blind in den Markt geht, das heißt einfach mal schnell short oder long spekuliert, der bezahlt meist Lehrgeld. Der Markt wartet nur darauf, dass ein Trader sich hinsetzt und eine Tradingposition eröffnet. Wenn eine Position ohne Überlegung eingegangen wird, dann bestraft die Börse diesen Fehler mit fast 100%iger Sicherheit. Und das kommt öfter vor, als man denkt. Die Börse lebt nämlich davon.

 

Man lernt bekanntlich aus seinen Fehlern. Man macht einen und sieht zu, dass dieser nicht noch einmal passiert. Nicht aber unter Börsianern. Bestimmte Fehler werden immer wieder gemacht. Es soll hier nicht auf eine Personengruppe gezeigt werden, es ist Teil der Börse, dass Fehler gemacht werden. Ebenso, dass sich von Zeit zu Zeit Fehler wiederholen – bis hin zum Totalverlust.

 

So, wie der Stürmer einer Fussballmannschaft davon lebt, das die Abwehr unachtsam ist und er dadurch ein Tor erzielen kann. So lebt die Börse davon, dass Börsianer Fehler machen. Das sind so Dinge wie: zum falschen Zeitpunkt kaufen, hohe Risiken eingehen usw. Gäbe es das nicht, dann müsste man die Geschichte der Börse neu schreiben.

 

Es gibt eine wichtige Erkenntnis: Man muss ja nicht zu denjenigen gehören, die die Fehler immer wieder machen. Um den Spruch von eben zu vervollständigen: Man lernt aus seinen Fehlern, der Kluge lernt aus den Fehlern der anderen. Man muss also nicht jeden Fehler erst selbst gemacht haben. Verfolgt man die anderen, dann weiß man schon einmal, wie man es an der Börse nicht machen soll.

 

Beispiele gibt es zuhauf. Das sind so Dinge wie: nicht vollen Einsatz fahren, nicht gegen den Trend spekulieren, nicht zu nahe am KO-Level handeln usw. Ein weiterer Fehler, um den es heute geht ist: „nicht blind in den Markt gehen„.

 

Folgendermaßen läuft die Handlung ab: Der Trader hat gerade 10 min Zeit, setzt sich an den Rechner, startet sein Chartprogramm und entscheidet aus dem Bauch heraus, ob short oder long gegangen werden soll. Sofort hat das Gehirn eine Entscheidung getroffen und die Richtung des Trades ist klar. Im Falle von einer Shortidee gehen dann so Gedanken durch den Kopf wie: der Markt ist genug gestiegen und muss jetzt fallen, oder die Rahmenbedingungen sind sehr schlecht, da kann der Markt nicht weiter steigen. Was einmal entschieden ist, wird sogleich umgesetzt.

 

Sobald der Trader im Markt ist, fängt der Markt an zu steigen. Als hätte dieser nur darauf gewartet. Sofort ist die Position im Minus. Der Trader ist sich seiner Sache gar nicht mehr sicher. Die Verluste lassen ihn an seiner Haltung zweifeln. Das liegt daran, weil es keinen Plan gibt. Sofern keine Idee hinter einem Trade steht, fehlt dem Trader die psychologische Kraft, seine Position ordentlich durchzuführen.

 

Es scheint so, als sitze der Markt da und verpasse dem „Blind in den Markt Geher“ einen Nackenschlag, sobald dieser eben diesen Fehler begeht. Die meisten Trader kaufen nach Gefühl und nur wenige mit Plan. Manchmal geht es gut und oftmals eben schief. Ein Trade darf natürlich schief gehen, sofern Sie sich Zeit für die Planung dieses Trades genommen haben (inklusive Ausstiegsplan).

 

Sich Gedanken zu machen kostet Zeit und Aufwand. Vielleicht liegt es daran, dass viele Trader sich die Arbeit nicht machen wollen. Vielleicht liegt es auch an der mangelnden Erfahrung. Genau kann das nicht beantwortet werden. Was aber sicher ist, ist das blindes Handeln an der Börse fast immer schief geht und somit Ihr Tradingkapital aufzehrt.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

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