Buchtipp

Der DAX kennt kein Halten mehr. Schon wieder notiert der Index über 2% im Plus und damit über 6150 Punkte. Dem Anleger kommt die Sache sehr suspekt vor, denn noch vor sehr kurzer Zeit war der DAX dem Erdboden nahe und Kursziele von 5100 Punkten wurden genannt. So schnell und vor allem überraschend kann es an den Finanzmärkten gehen. Nirgendwo anders ist Licht und Schatten so nahe beieinander. Wohin geht die Reise im DAX?

 

Zunächst einmal muss dieser steile Anstieg in Zahlen festgehalten werden. Allein in 6 Handelstagen (der sechste ist noch in Arbeit) ist der DAX ausgehend von 5400 Punkten auf 6150 Punkte gestiegen. Das sind beeindruckende 750 Punkte und in Prozenten satte 13,8% Gewinn. Zur Erinnerung: in nur 6 Tagen. Da wird jedes Tagesgeldkonto, das aufs Jahr 2% einbringt, blass vor Neid.

 

Damit jetzt nicht alle Leser losgehen und in den DAX investieren sei sagt: Mit Festgeld schläft es sich bedeutet ruhiger. Außerdem erhält man am Ende der Laufzeit sein Geld, was man bei Aktieninvestments nicht mit Sicherheit vorhersehen kann.

 

Zusätzlich kommt es bei der Betrachtung der Börsenentwicklung auf den Zeithorizont an. Sieht man sich den DAX mit ein paar Schritten Distanz an, dann relativiert sich der oben genannte Anstieg etwas. Denn von Ende Oktober bis Ende November verlor der Index von 6400 Punkten bis auf 5400 Punkte. Das sind 1000 Punkte oder schmerzhafte 15% Verlust.

 

Wie man es dreht und wendet, leicht ist ein Engagement in Aktien nicht. Wer noch weiter zurückgeht und sich den Kursverlauf der letzten 1,5 Jahre ansieht, der wird schnell den Stillstand des Index bemerken. Der DAX notiert heute genau da, wo er Mitte 2010 auch notierte.

 

Während man mit Aktien also in 1,5 Jahren nichts verdient hat, wären es mit Festgeld die sicheren 2% gewesen. Alles ist relativ in der Finanzwelt. 

 

Die alte Börsenregel Aktien kaufen und sich schlafen legen, trifft schon länger nicht mehr zu. Heute sind die Kursausschläge so vehement und die Richtungswechsel so oft, dass man als Anleger sehen muss, wo man bleibt.

 

Eine Alternative ist das Handeln in kurzfristigen Fenstern. Das wird dann schnell mit dem Schlagwort Trading betitelt. Trading kann sehr kurz oder auch ein paar Tage sein. Der Vorteil: Sie haben feste Ziele, die Sie in kurzer Zeit erreichen können. Nur die nächsten Stunden sind relevant für Ihre Handelsentscheidung. Trading Signale könnten wie folgt aussehen: hier.

 

Auch für das Trading gibt es eine Börsenweisheit: Hin und Her macht Taschen leer. Wer kurzfristig agiert, muss auf seine Gebühren achten. Eine weitere Schwierigkeit ist die dauernde Handelsentscheidung. Wer öfter handelt, muss öfter neue Ideen generieren, die er umsetzen kann. Sie sehen, geschenkt gibt es nichts an den Börsen. Es ist eben eine Alternative.

 

Die Frage ist noch offen, wohin die Reise im DAX geht. Der DAX könnte und möchte wohl auch die vielen Vermögensverwalter nicht im Regen stehen lassen. Diese haben ihren Kunden ein Kursziel versprochen, das sie einhalten wollen. Laut einer Umfrage der DAB Bank sehen die Geldjongleure den deutschen Aktienindex am Ende des Jahres bei 7700 Punkten. Das war Anfang 2011 (hier).

 

Das Ziel hat der DAX noch zwar noch nicht geschafft, aber in diesem vorweihnachtlichen Gute Laune Aktienmarkt wären Kurse von über 7000 Punkten wohl keine Überraschung.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

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