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Die neueste Entwicklung für eine Lösung der Schuldenkrise ist wirklich kindisch. Es ist absurd, hilflos und vor allem ein Schlag ins Gesicht aller Bürger. Was soll der ganze Quatsch, wäre die Frage, die man den Verantwortlichen stellen muss. Die neueste Idee ist eine Täuschung der billigsten Art und sie hat es trotzdem geschafft, dass man drüber redet. Folgendermaßen haben sich die Fachleute die Lösung der Schuldenproblematik vorgestellt.

 

Zuerst ein paar Informationen zu der Ausgangslage:

Die EZB darf den verschuldeten Ländern kein Geld in die Hand drücken. Das verbieten die Statuten aufgrund des Verbotes der Staatsfinanzierung. Besonders die großen Staaten wie Italien und Spanien sind in großer Bedrängnis und brauchen Hilfe. Die bisherigen Hilfsmaßnahmen der EZB im Sekundärmarkt Anleihen zu kaufen, hat nicht wirklich funktioniert. Außerdem darf die EZB pro Woche „nur“, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, also nur 20 Mrd. Euro für Anleihekäufe ausgeben. Das Pulver ist bei der aktuellen Notlage vieler europäischer Staaten schnell verschossen und es ist abzusehen, dass es in der Zukunft nicht reichen wird. Der Wert ist eine Selbstbeschränkung ohne offiziellen Charakter, sie wird alle zwei Wochen intern festgelegt.

 

Da wäre noch der Rettungsfonds EFSF:

Dieser hat mit 440 Mrd. Euro (davon ist ein Teil bereits ausgegeben) nicht das Volumen, um eine Rettung Italiens oder Spaniens zu stemmen. Die Idee mit dem Hebel war ein Griff ins Klo, wie man umgangssprachlich zu sagen pflegt. Denn die Hebellösung funktioniert nur, wenn sich jemand bereit erklärt, Anleihen der „wankenden“ Staaten zu kaufen. Dafür hatte man mit den Schwellenländern gerechnet. Die sind aber nicht blöd und haben gleich abgewunken. Eure Schrottpapiere könnt ihr behalten, war die unausgesprochene Mitteilung aus China, Singapur, Brasilien und anderswo.

 

Der Lösungsvorschlag:

Folgende Möglichkeit nimmt im Moment Konturen an. Wer noch nicht sitzt, sollte sich setzten. Entweder wird Ihnen übel, Sie bekommen einen Lachanfall, oder Sie müssen schreien. Die Idee: Die EZB will dem IWF Geld leihen und die soll den betroffenen Staaten das Geld borgen. Wir erinnern uns, die EZB darf kein Geld leihen, aber der IWF schon.

 

Nur damit das nicht falsch herüberkommt, folgt eine Erklärung am Beispiel aus dem Leben. Klaus, Peter und Christian sind auf dem Schulhof. Es ist Pausenzeit. Klaus hat ein leckeres Pausenbrot von seiner Mutter mit bekommen. Die Mutter hat ihm verboten, das Pausenbrot dem Christian zu geben. Die Gründe werden vernachlässigt. Jetzt kommt Klaus die obige Idee. Er reicht sein Pausenbrot Peter und Peter reicht es an Christian. So ist Klaus fein raus und glaubt, er befolge die Regeln seiner Mutter.

 

Würde die Mutter von Klaus von diesem Täuschungsmanöver Wind bekommen, dann würde es Saures setzen für Klaus. Es droht eine empfindliche Strafe für ihn, die Regeln der Mutter so schamlos umgangen zu haben. Denn am Ende hat Christian das Pausenbrot doch bekommen und das war verboten.

 

Jetzt müsste es auch Saures für die Verantwortlichen von der EZB geben, die sich diese schamlose Idee ausgedacht haben. Wie lange kann man die Bürger noch so hinters Licht führen? Oder sind das die letzten panischen Reaktionen der EZB, weil sie nicht mehr weiter weiß? Diese Schamlosigkeit ist kaum zu ertragen. Die EU und die EZB glauben wohl nicht an ihren mündigen Bürger, der dieses Manöver gleich durchschauen wird.

 

Man muss schon sehr abgebrüht sein, dass man sich in der EZB überhaupt traut, solch einen Vorschlag zu machen. Das ist keine Lösung der Schuldenkrise. Das ist ein weiterer Abstieg der EZB im Verlauf der Finanzkrise.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

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