Indikatoren-Trading

Die Börse wird meist als schnelle Welt mit vielen Kursen und noch mehr Zahlen dargestellt. Wer in der Welt des Börsenhandels mitmischen will, so wird vermittelt, der muss sich dieser Geschwindigkeit anpassen können. Das führt dazu, dass Trader jede Marktbewegung mitmachen wollen. Jede Änderung im DAX & Co. will gehandelt werden. Das ist aber nicht richtig.

 

Die Märkte verbreiten Hektik. Das ist ihr Charakter, denn sie bringen viele Menschen und Nachrichten zusammen und drücken diese in Preisen aus. Dauernd stehen Wirtschaftsdaten an, die die Kurse beeinflussen. Jeder Morgen beginnt mit dem Blick auf die Kursstände in den asiatischen Märkten, jedes Quartal werden Unternehmenszahlen gemeldet. Das ganze Durcheinander führt zu einem allgegenwärtigen Druck auf den Trader, die dadurch entstehenden Bewegungen zu handeln. Dem gilt es zu widerstehen.

 

Es ist nicht nötig, dass Sie sich von der Börse diktieren lassen, wann Sie etwas machen müssen. Sie müssen nicht investiert sein, wenn wichtige Zahlen bevorstehen. Sie müssen nicht All-Inn gehen, weil Sie glauben, der Markt gibt Ihnen die letzte Gelegenheit, auf den fahrenden Zug aufzuspringen.

 

Eine alte Weisheit sagt: „wer das Geld hat, bestimmt die Musik“. Sie selbst haben es in der Hand, wann Sie Ihren Einsatz tätigen und in welcher Höhe Sie investieren. Das ist deshalb wichtig, weil die meisten Trader Getriebene des Marktes sind. Der Markt „zwingt“ sie zum Handeln. Sie glauben, sie müssen sich positionieren, weil das die wohl letzte Chance ist, noch in den Markt zu gehen. Die Gelegenheit wird mental als so günstig bewertet, dass man eben handeln muss.

 

Die Wahrheit ist eine andere. Sie müssen überhaupt nicht. Der Trader entscheidet selbst über sein Tun. Denn tatsächlich können Sie immer über den Zeitpunkt einer Positionseröffnung entscheiden. Sie müssen nicht zu jeder Zeit investiert sein, auch wenn Sie das vielleicht möchten. Der Markt will Sie locken. Die großen Spieler an den Aktienmärkten gewinnen, weil Unerfahrene dauernd in den Markt strömen und verlieren.

 

Bewahren Sie eine gesunde Portion Abstand. Meist beginnt der Tag für Trader mit der Frage, was macht der Markt heute? Long oder Short? In Wirklichkeit muss sich eine Richtung erst bilden. Man muss auf ein klares Chartbild warten, es müssen sich Muster bilden, die eine sinnvolle Einschätzung zulassen.

 

Trotz der Hektik der Märkte verbringen ausgeglichene Trader den Tag mit Warten. Warten auf den richtigen Moment. Das heißt nicht, dass Däumchen gedreht wird. Wer möchte, darf natürlich. Aber meistens generiert ein Trader Ideen, malt Trends und Unterstützungen, versucht eine Logik in die Kursbewegungen zu bringen. So vergeht sein Tag.

 

Wussten Sie, dass nur ein sehr geringer Prozentsatz aller Börsenaufträge in Europa ausgeführt werden? Die nicht ausgeführten Aufträge sind Limit Ordern, deren Limit nicht erreicht wurden oder Finten, um anderen Teilnehmern Aktivität im Orderbuch vorzugaukeln.  Es sind meist Aufträge, hauptsächlich von Handelscomputern generiert, die später wieder gelöscht werden. Im Verhältnis zu den Gesamtaufträgen sind die ausgeführten nur ein sehr kleiner Bruchteil.

 

Handeln Sie mit Abstand zum Börsengeschehen. Sie entscheiden, in welcher Chartebene Sie handeln möchten. Ein Stundenchart hat bedeutend weniger Ausschläge als ein 5-Minuten Chart. Sie entscheiden über Ihre Positionsgröße. Sie entscheiden über den richtigen Zeitpunkt. Der Markt wird Ihnen ein Signal geben, wenn Ihre Analyse passt. Lassen Sie sich nicht von der Hektik der Börsenwelt anstecken, dann klappt es auch mit den Profiten.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

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