Indikatoren-Trading

Der DAX notiert über 5 Prozent im Minus. Jetzt könnte der Anleger sich das schön rechnen, weil der DAX letzte Woche am Donnerstag um 5% zugelegt hat. Unterm Strich ist die Börsenwelt wieder bei null angelangt. Und trotzdem schwingt Panik in den Stimmen derer, die nicht wissen, wie weit der Markt noch fallen kann. Die Kursen fallen sehr schnell und das macht den Anlegern Angst.

 

Der Grund für den Börsenabsturz ist schnell gefunden. Die griechische Regierung will das Volk abstimmen lassen, ob es die EU-Beschlüsse annimmt oder nicht. Seit wann hat das Volk etwas zu melden, denken sich die Finanzprofis. An den Märkten bestimmen die Spekulanten, die Handelscomputer und die großen Finanzinstitute die Regeln. Sie entscheiden über die Plus- und Minuszeichen am Markt.

 

Das alles wird nun über den Haufen geworfen, denn ein möglicher Bruch der europäischen Gemeinschaft steht bevor und davor haben die Börsianer Angst. Denn eine Antwort haben die Supercomputer darauf nicht. Die Politik ebenso nicht. Der Stein der Lawine ist ins Rollen gekommen und nun kann sie niemand mehr kontrollieren.

 

Dies macht sich an den Aktienmärkten stark bemerkbar. Angst dominiert das Handeln auf dem Parkett. Die Verkäufe nehmen kein Ende. Was gestern noch im Plus war, ist heute im Minus. Die Bankaktien sind ein hervorragendes Beispiel. Erst letzte Woche, nach der scheinbaren Euro-Rettung, schossen sie um zweistellige Prozentsätze nach oben, um wenige Tage danach wieder auf das Ausgangsniveau zu fallen.

 

Wie schon oft geschrieben, gibt es kein Fundament für wirklich steigende Kurse. Solange wird es an der Börse langfristig auch nicht nach oben gehen. Jegliche Mühe ist vergebens. Im Umfeld der Schuldenkrise und der geringen Wachstumsaussichten für die Unternehmen kann man mit Spekulation alleine keinen Mehrwert erreichen.

 

Die Börsianer haben wieder die Hauptrichtung aufgenommen, nämlich nach Süden. Stellen Sie sich vor, Sie wollen 400 Meter laufen. Zunächst laufen Sie 200 Meter in sehr schneller Geschwindigkeit. Danach sind Sie erst einmal völlig ausgepowert und müssen Luft holen. Das Luftholen waren die letzten Wochen im DAX, als es von 5000 Punkte auf 6400 Punkte ging. Jetzt gehts wieder in die Hauptrichung. Die nächsten 200 Meter sind bereits angelaufen und die Geschwindigkeit wird wieder schneller.

 

In der Chartsprache heisst es richtig, es handelt sich um eine technische Erholung, eine Korrektur eben. Der DAX ist viel gefallen, dann hat er sich etwas ausgeruht und nun fällt er wieder. In diese Richtung bewegen sich die Börsianer jetzt.

 

Jetzt kann man das ganze „Desaster“ auch aus der Distanz betrachten. Wer an der Börse spekuliert, kennt das Risiko. Wer Geld einsetzt, der kann es auch verlieren. Wenn Aktienkurse fallen, geht erst einmal die Welt nicht unter. Es gewinnen mal die Einen und manchmal die Anderen. Letzte Woche haben sich die Anleger noch gefreut, wie toll die Rettung Europas ist und diese Woche herrscht wieder blanke Panik.

 

Die Anleger brauchen die Schuld nicht bei den Griechen zu suchen, sondern können sich an die eigene Nase fassen. Bekanntlich geht es an der Börse rauf und manchmal runter.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

Share This