Indikatoren-Trading

Wie wankelmütig die Börsen sind, kann man dieser Tage wieder verfolgen. Zuerst stiegen die Märkte mit der Hoffnung auf eine endgültige Lösung für die europäische Schuldenkrise. Wie auch immer hatten einige Investoren die Signale erhalten, dass  die Politik das Problem nun so richtig anpackt und eine dauerhafte Lösung erarbeitet. Daraufhin stiegen die Kurse.

 

Mit voller Elan strömten die Anleger in den Aktienmarkt. Wenn eine Lösung also absehbar ist, so wurden auch die Äußerungen von Bundeskanzlerin Merkel und Staatspräsident Sarkozy interpretiert, dann werden die Volkswirtschaften wieder blühen und mit steigenden Unternehmensgewinnen auch die Aktienkurse steigen. So einfach kann Wirtschaft sein.

 

Für die Aktionäre gilt nicht, ob wirklich eine Lösung umgesetzt oder erarbeitet wird. Niemand weiß, bis auf die Hoffnung, wie sich die Regierungschefs einigen werden. Doch an der Börse reicht die Geschichte bereits aus, um Käufer in den Markt zu locken. Das ist schizophren und für Börsenneulinge schwer zu verstehen. Die Börse ist im kurzfristigen Blick abgekoppelt von der Realwirtschaft. Deshalb kommt es vor, dass Kurse steigen oder fallen, ohne dass sich an den Rahmendaten etwas verändert hat.

 

Im Beispiel der europäischen Schuldenkrise ist es nicht anders. Es gibt keine Lösung und auch keine Ausarbeitung, über die diskutiert werden kann. Es gibt bisher nur heiße Luft. Da heiße Luft bekanntlich hoch steigt, steigen die Börsenkurse. Sobald irgend jemand die Partylaune verdirbt, indem nachgefragt wird „Wie sieht denn eine Lösung aus und wann kommt diese?„, wird schnell die Stimmung drehen. Denn es gibt keine Antwort darauf.

 

So fallen jetzt die Börsenkurse mit der Begründung, dass die Politik die Hoffnung auf eine schnelle Lösung der Schuldenkrise gedämpft hätte. Der Finanzminister Schäuble hat ebenfalls für Verdruss mit seiner Aussage gesorgt, es werde beim EU-Gipfel am Wochenende keine endgültige Lösung für die europäische Schuldenkrise geben. Wie soll er auch etwas anders sagen? Derzeit hat keine Institution eine wirkliche Lösung zur Hand.

 

Die Börsen sind somit zu Beginn dieser Woche wieder „zurück auf Los“. Die Hoffnungen auf eine schnelle Lösung lösen sich gerade in Luft auf. Zurück bleibt ein verunsicherter Markt, der nicht so richtig weiss, ob er durchstarten oder abtauchen soll.

 

Laut unserer aktuellen Chartanalyse fällt die Entscheidung bei 5660 Punkten im DAX. Dort entscheidet es sich, wie die kommenden Wochen aussehen werden. Bis dahin müssen sich die Börsianer gedulden.

 

Die Banken haben nun den Druck auf die Politik erhöht. Diese solle endlich eine Lösung für die europäische Krise erarbeiten. Die Politik hat den Druck auf die Banken erhöht, indem sie zusammen mit der Protestbewegung gegen die Bankenmacht auf die Finanzinstitute schimpft und Veränderungen erwirken will.

 

Eine Lösung hat allerdings keine der Parteien. Keine kurzfristige und schon gar keine endgültige Lösung.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

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