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Stellen Sie sich vor, Sie als Anleger sind nur ein kleines Licht in der großen Welt der Börse. Stellen Sie sich vor, es gäbe eine Instanz, die Ihre Vorstellungskraft sprengen würde, etwas wo Sie sagen würden, das kann es gar nicht geben. Vielleicht meinen Sie noch immer, die Börse ist eine Ansammlung von Käufern und Verkäufern, so wie man sich das halt vorstellt bzw. in der Literatur lesen kann. Doch was ist, wenn die Börse von Leuten gesteuert wird, die die Dinge in großen Höhen verfolgen und lenken?

An der Börse passieren Dinge nicht einfach so nach dem Zufallsprinzip. Marktteilnehmer wollen mit ihren Transaktionen etwas erreichen. Für die Lemminge, also die Kleinanleger, ist nur das Plus ihres Aktieninvestments interessant, die kümmert das große Ganze nicht. Es gibt aber auch Instanzen, die den Kleinanleger zum Handeln animieren und Bewegungen in Gang setzen. Für die ist das große Ganze sogar sehr wichtig.

Wer bewegt die Anlegerschar in bestimmte Aktien oder Branchen? Wer spricht die Kaufs- und Verkaufsempfehlungen aus? Es sind die großen Investmentabteilungen der Finanzindustrie. Bestimmte Gruppen haben die Möglichkeiten und bekommen auch das Gehör der Börsianer, um Bewegungen an den Finanzmärkten zu initieren. Wenn sich eine große Bank positiv zu Autoaktien äußert, dann steigen die Kurse dieser Werte in der Regel.

Wenn also bestimmte Gruppen die Börsenrichtungen vorgeben können, dann muss es auch Gremien geben, die einen Absturz verhindern können. Auch das gibt es. Die amerikanische Regierung hat das Plunge Protection Team installiert, um bei fallenden Kursen eingreifen zu können. Nur die ganz großen Namen sind in diesem Team vertreten. Es heisst, es soll einen Absturz der Aktienmärkte verhindern. Besonders offensichtlich wird sein Handeln, wenn die amerikanischen Indizes und wichtigen Marken wegzubrechen drohen. Plötzlich und unerwartet setzen Käufe ein, dann ist das PPT im Einsatz.

Die Wallstreet hat das Heft in der Hand, sie bestimmt, was die Kurse machen. Und wenn es sein muss, dann wird auch nachgeholfen. Haben Sie sich schon gefragt, warum die Kurse seit Tagen nur eine Richtung kennen? Warum besonders in den amerikanischen Indizes in der letzten Stunde massiv Käufe einsetzten?

Wie ein Strich, völlig unnatürlich, bewegen sich die Notierungen Richtung Norden und schliessen meist auf Tageshoch. Was passiert, wenn ein Tag positiv abgeschlossen wird? Die Teilnehmer, die noch in den Markt wollen, sind unter Druck und rennen den Kursen hinterher. Sie kaufen am nächsten Tag, um noch auf den fahrenden Börsenzug aufzuspringen. Das führt zu mehr Nachfrage und zu weiter steigenden Kursen. Der Markt steigt einfach weiter.

Wenn also die Wallstreet die Marktbewegungen lancieren kann, wenn sie die Möglichkeit hat zu entscheiden, ob ein Tag gut oder schlecht ausfällt, dann ist das eine heilige Gabe, könnte man meinen. Das Geld kommt aus der Druckerpresse der FED. Eine nie enden wollende Flut an neu geschaffenem Geld fliesst in den Aktienmarkt. Wenn Geld kein Problem ist, warum also sollten die Kurse fallen?

So passiert es auch dieser Tage, dass es keine Rücksetzer gibt. Dem Markt wird keine Möglichkeit des Luftholens gegeben. Die Handelscomputer tun ihr Übriges und kaufen, egal ob die Kurse bereits weit gestiegen sind. Einen zu hohen Kurs gibt es für die Technik nicht. Das spielt den Wallstreet Lenkern in die Karten. Man muss nur den richtigen Impuls geben.

Ebenso kann man Shortseller in Bedrängnis bringen, wenn man Kurse entsprechend zum Steigen bringt. Wenn diese überraschend steigen, obwohl überall Krisenmeldungen die Runde machen, dann sind einige Marktakteure falsch positioniert und müssen Aktien zurückkaufen, die sie zuvor verkauft hatten (leerverkauft). Auch diese Gruppe muss Aktien kaufen und treibt die Kurse.

Die Wallstreet als Richtungsgeber der Finanzmärkte spielt dieser Tage wieder einmal Gott. Sie entscheidet über das Wohl der Finanzmärkte. Wenn Gott entscheidet, dass die Kurse steigen sollen, dann steigen diese. Da iat es völlig egal, was die Marktakteure denken oder was die Indikatoren anzeigen. Gott spricht und es geschehe.

Die Gebietenden aus New York sehen sich als Abgesandte des Allmächtigen. Larry Blankfein, der Chef von Goldman Sachs, sagte in einem Interview Ende 2009 wörtlich "Banken verrichten Gottes Werk".

Amen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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