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Die Regierungen reden immer davon, dass die Euro Länder mehr zusammenstehen müssen, und dass es zu Hilfen keine Alternativen gibt. Sie alle reden von größeren Rettungsschirmen, die gespannt werden müssen. Die Bürger in Europa „müssen“ immer, sie dürfen nur nichts mehr selbst entscheiden. Das Resultat ist eine Hilflosigkeit und vor allem Resignation. Die Frage, die sich die Menschen stellen ist: Wer braucht Europa überhaupt?

 

Der normale Durchschnittsbürger hat von dem viel umworbenen Europa nichts. Vorteile haben die Unternehmen. Diese können in jedem Land Geschäfte betreiben und ihre Waren quer durch Europa karren. Aber Sie und ich? Welchen Vorteil haben wir?

 

Es heißt immer, die Bürger können überall hinreisen in Europa. Es ist eine Gemeinschaft. Aber die Menschen konnten auch vor Europa schon reisen. Dieser Vorteil erschließt sich also nicht. Die Deutschen konnten nach Frankreich, die Franzosen nach Spanien und die Italiener nach Griechenland. Die Reisefreiheit kann also nicht der besondere Vorteil eines vereinten Europas sein.

 

Es heißt, die Europäer haben die gleiche Währung, niemand braucht mehr sein Geld wechseln, wenn er in ein anderes europäisches Land reist, das die gleiche Währung Euro nutzt. Gerade das Gegenteil bereitet den Menschen Freude. Die Bürger wollen nach Italien reisen und sich dort in einer Wechselstube Lire gegen D-Mark tauschen. Das Ertasten des fremden Geldscheines, die großen Zahlen auf den italienischen Banknoten und für einen Urlaub lang Lire-Millionär gewesen zu sein, das waren bleibende Eindrücke, die die Menschen aus Kindheit und Urlaubserinnerungen mitnahmen.

 

Warum kann nicht jedes Land das sein, was es ist? Die Franzosen sind heute genauso ein eigenständiges Volk, wie vor dem gemeinsamen Europa. Das sind die Deutschen auch. Niemand stellt sich heute vor mit: „ich bin Europäer“. Die Länder innerhalb des Euroverbunds sind nicht miteinander verschmolzen. Sie vereint rein gar nichts, bis auf die Tatsache, dass sie sich von europäischer Regelwut geißeln lassen müssen. Niemand will sich knechten lassen, wie krumm eine Gurke sein darf, welche Glühbirne genutzt werden muss und wie viel Trinkwasser mit ins Flugzeug genommen werden darf.

 

Die EU hat den Bürgern keinen Vorteil gebracht, warum also brauchen wir ein Europa? Warum ist eine Rettung ohne Alternative, wie die Kanzlerin Merkel zu sagen pflegt. Können wir Deutschen nicht wieder die Deutschen sein und die anderen europäischen Bürger ebenso? Kann nicht jede Regierung eines Landes für seine Bürger handeln, ohne sich von Brüssel reinreden zu lassen? Und sollte nicht jedes Land wieder seine eigene Währung besitzen und damit es seine Stärke und seine Schwäche der Wirtschaft auf dem Weltmarkt selbst regulieren kann?

 

Die Bürger der EU haben genug gerettet. Sie sind müde von den immer wieder vorgetragen Parolen für ein vereinigtes Europa. Sie sind erschöpft, bei etwas aushelfen zu müssen, das sie nicht verstehen. Für etwas, das die Menschen nicht beeinflussen können, in diesem Fall die Zukunft der Europäischen Union, kann man die Bürger nicht mehr begeistern.

 

Somit hat sich die EU in all den vergangenen Jahren selbst ins Abseits befördert und will nun nicht einsehen, was nicht mehr zu leugnen ist. Die Bürger brauchen keine Europäische Union.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

 

 

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