Buchtipp

Die Unruhe an den internationalen Aktienmärkten geht auch diese Woche weiter. Besonders der deutsche Index DAX hüpft zwischen Himmel und Hölle hin und her. Erst letzte Woche wurde der abwärtsgerichtete Trendkanal gebrochen. Hoffnungen auf nun weiter steigende Kurse sind aber mit Beginn dieser Woche zunichte gemacht worden. Denn der Trendbruch hat sich als Fehlsignal erwiesen.

 

Zur Begründung liefern die Marktteilnehmer die drohende Staatspleite von Griechenland. Die Helenen haben zugeben müssen, dass sie ihre aversierten Sparziele dieses und auch nächstes Jahr nicht einhalten werden können. Damit sind sie nur noch am Tropf der EU und der Rettungsfonds. Internationale Kapitalgeber haben die Griechen bereits abgeschrieben. Nur dem Volk, dem kann man noch etwas von einer griechischen Rettung bzw. einem Herauswachsen aus der Schuldenkrise erzählen. Die Griechen sind Pleite.

 

Jetzt konnte der DAX in der letzten Handelswoche jeglichen Krisen trotzen und verbrachte nach dem Bruch des Abwärtstrends einige Tage im Bereich der 5600 Punkte. Der rasante Anstieg zu Wochenbeginn ließ die Anleger staunen. Woher kam die unerwartete Stärke? Manch einer glaubte, der Index sei ausgetrocknet, weit genug gefallen und könne jetzt erst einmal nur steigen. Tatsächlich ging es aber wieder um die Ziele der großen Anleger. Letzte Woche war die letzte Woche vor dem Quartalsabschluss Ende September. Wieder einmal war Zeit der Abrechnung für die institutionellen Anleger, denn diese müssen im Quartalsbericht entsprechend „Performance“ vorweisen. Damit die Leistung der Fondmanager also nicht schwach aussieht, hatten viele kapitalstarke Marktteilnehmer großes Interesse, den DAX auf ein höheres Niveau zu hieven. Ähnliches hat sich zugetragen, wie in unserem Artikel „Sind Börsianer nur Lemminge“ beschrieben.

 

So sah der DAX Verlauf (Tageschart) während der letzten Monate aus. Der Abwärtstrend war intakt und wurde in der letzten Handelswoche gebrochen  (roter Kreis). Mit Beginn dieser Woche ist die Überwindung des Abwärtskanals Makulatur, der Markt notiert wieder innerhalb des Trendkanals. Somit war der Ausbruch des DAX ein Fehlsignal.

 

 

Ausblick:

Mit dem Wiedereintritt in den Abwärtskanal ist ein neuerliches Ansteuern der Unterstützungsniveaus 4950/5000 Punkte das nächste Ziel. Sollte das Unterstützungsniveau aufgegeben werden, dann folgen neue Jahrestiefs mit Kursen um 4800 Punkte. Das ist wahrscheinlich, solange der DAX nicht wieder über dem Bereich von 5450 Punkten schließt.

 

Der Markt ist schwach, die Anleger sind ängstlich. Die Sorgen vor weiter fallenden Notierungen sind größer als die Hoffnung auf steigende Notierungen. Der Fehlausbruch ist die Folge großer Unsicherheit am Markt über den weiteren Verlauf an den Börsen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

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