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Zu Anfang der letzten Handelswoche (KW 37) wurde am Markt bereits über das Ende dieser speziellen Woche diskutiert. Denn an diesem Freitag war großer Verfallstag, der sogennate dreifache Hexensabbbat, an dem Futures und Optionen abgerechnet werden. Den großen Marktteilnehmern drohten deutliche Verluste, wenn der DAX zum Abrechnnungszeitpunkt nicht deutlich höher notieren würde. Das wussten die großen Spieler am Markt und sie nahmen sich vor, den Index hochzuziehen.

 

Wenn sich die Großen etwas vornehmen, dann sind die kleinen Börsianer nur Statisten. Sie schwimmen in dem großen Haifischbecken, genannt Börsenparkett, einfach mit. Viele werden gefressen, manch andere ertrinken. Die meisten aber tummeln sich mit den Großen und folgen diesen, soweit es möglich ist.

 

So wie Lemminge folgen die Kleinen, meist Privatanleger, den Rufen der Großen. Die kleinen Anleger steigen panisch aus, wenn die Großen zum Verkauf rufen und kaufen am Top, wenn Großen zum Einstieg rufen, obwohl die Kurse schon weit gelaufen sind. Die Großen Spieler geben den Takt vor. So auch in dieser Woche.

 

Am Freitag, den 16. September, war großer Verfallstag. Die Marktakteure hatten in der Vergangenheit Wetten abgeschlossen, die am Freitag abgerechnt wurden. Das Niveau, auf dem diese Geschäfte basieren, war weit höher, als der DAX am Montag Morgen notierte. Damit diese Wetten nicht allzu sehr im Minus landen, musste der Index auf ein erträgliches Niveau hochgekauft werden. Das wurde von den großen Spielern am Anfang der Woche unausgesprochen beschlossen und die Käufe setzten ein. Die Kurse stiegen. Das gemeinsame Ziel einte die großen Spieler und dieses war ein höchstmöglicher DAX-Stand.

 

Zu Beginn der Woche, am Montag Morgen, notierte der DAX Index bei etwas unter 5000 Punkten, das war das Wochentief. An den darauffolgenden Handelstagen stiegen die Kurse und der Index somit auch. Es gab keinen Tag der Woche, an dem der Index im Minus schloss. Er stieg jeden Tag unaufhörlich, keine Widerstände im Chart oder Ausschläge in verschiedenen Indikatoren konnten den deutschen Leitindex bremsen. Damit die Marktteilnehmer nicht bereits am Donnerstag Nachmittag ermüden, schalteten sich auch die Zentralbanken ein und meldeten um 15:00 Uhr, dass sie den Banken unbegrenzt Dollar Liquidität zur Verfügung stellen werden. Das war die Dopingspritze, die den Index wieder anstachelte und die Kraft zum weiteren Anstieg auch bis zum letzten Handelstag der Woche aufrecht erhielt. Zum Wochenausgang, am Freitag um genau 13:00 Uhr (maßgebender Kurs, zu dem die Futures und Optionen abgrechnet werden), notierte der DAX bei 5600 Punkten, das war fast das Wochenhoch. Das Ziel der großen Marktteilnehmer wurde in stiller Übereinkunft erreicht.

 

Am Ende der Woche erscheint der Indexverlauf ganz einfach, ja sogar vorhersagbar. Doch unter der Woche war das Chartbild für die Beobachter noch nicht so klar. Niemand konnte davonausgehen, dass der DAX fünf Tage hintereinander steigen wird, ohne eine Pause einzulegen, ohne einen Tag des Rücksetzers. Normal ist das nicht, genau das soll dieser Artikel verdeutlichen.

 

Die kleinen Marktteilnehmer folgen dem Weg, den die Großen beschreiten. Die Kleinen können keine Marktbewegung initieren, so wie diese Woche geschehen. Das zeigt wieder einmal vortrefflich, dass die kleinen Börsianer nur Füllmaterial sind. Ihnen bleibt nur das Mitlaufen im Spiel der Spiele, nämlich dem Börsenhandel. Wenn es darauf ankommt, und die großen Spieler sich einig sind, dann sind die restlichen Börsianer offensichtlich nur Lemminge.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

 

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