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Die Tage unseres Finanzsystems scheinen gezählt. Es ist nun offensichtlich, dass alles, was heute erreicht wurde, durch Schuldenmacherei entstanden ist. Nur weil die Weltgemeinschaft den Schuldenberg ständig erhöht hat, konnte noch weiter konsumiert werden. Damit die Schuldenorgie nicht zu Ende kommt, wurde regelmäßig den Sparern auf den Hinterkopf geschlagen und ihnen das Ersparte weggenommen. Warum sonst ist der Sparer immer der Verlierer?

 

Im Moment haben viele Menschen Angst vor der Inflation. Der Angstmesser, der Goldpreis, erklimmt täglich Rekordhöhen. Die Staaten könnten und werden sich ihres riesigen Schuldenberges durch eine Inflation entledigen. Und wer verliert bei einer Inflation? Der Sparer natürlich.

 

Auch in der Vergangenheit war das nicht anders. In der deutschen Währungsumstellung von 1948, als die Währung von Reichsmark auf Deutsche Mark umgestellt wurde, bekam jeder Bürger für 100 RM nur mickrige 6,5 DM. Das war aber noch nicht alles. Ein Teil der Sparguthaben wurden auf Festkonten dem Zugriff des Bürgers entzogen und später zum größten Teil abgewertet. So konnte man einen Großteil des Sparvermögens auslöschen. Natürlich war jegliche Handlung der Regierenden zum Wohle der Gesellschaft, so kommunizierte man es. Die Verlierer waren wieder einmal die Gleichen – nämlich die Sparer.

 

An Beispielen mangelt es nicht, wo die Sparer zu Kasse gebeten werden. Das kommt also nicht durch Zufall, sondern ist beabsichtigt. Man muss den Sparern das Sparen austreiben, so die Devise der Regierenden. Denn wenn Menschen sparen, dann konsumieren sie nicht und stören den Kreislauf des Wachstums. Also wird ihnen das Ersparte regelmäßig weggenommen, damit es keinen Sinn mehr macht zu sparen. Die Bürger verlieren die Lust am kürzer treten und geben ihr Geld lieber aus, als es in einer Währungsumstellung oder einer Phase der Inflation weggenommen zu bekommen.

 

Das Musterbeispiel für Verschuldung: USA

Noch besser im Auge der Regierenden ist es, wenn die Menschen sich verschulden: Also nicht nur den Verdienst verbrauchen, sondern mehr ausgeben, als sie haben. Dann feuern sie das Wachstum erst richtig an. Besonders deutlich war das in den USA in den 90er Jahren zu verfolgen. Die Menschen haben sich dermaßen verschuldet, dass der Konsum zur stärksten Kraft der amerikanischen Nation wurde. Wenn die Bürger konsumiert haben, dann wuchs die Wirtschaft. Diese Erfolgsmeldungen wurden so vermarktet, dass weitere Bürger die Schuldenfalle betraten und sich dem Konsum hingaben. Kreditkartenschulden waren die Regel und nicht die Ausnahme.

 

Nach der Jahrhundertwende waren es die Immobilienkredite in den USA, die die Leute in die Schulden haben strömen lassen. Auf Kredit hat man sich eine Immobilie gekauft und wenn sich der Wert des Objektes  gesteigert hat (durch den Immobilienboom war das die Regel), dann hat man sich mehr Geld geben lassen, da die Immobilie als Sicherheit mehr wert war. So erhöhte man die Schulden und hatte ein (scheinbar) tolles Leben. Autos, Premium Grill und LCD Fernseher (damals noch neu und teuer) waren kein Problem.

 

Weshalb sollen die Leute Schulden machen?

Wenn die Bürger Schulden haben, dann müssen sie zusehen, dass sie arbeiten, um ihre Verbindlichkeiten zu begleichen. Sie verdienen  Geld und zahlen darauf Steuern. Der Staat verdient immer mit. Daher  ist jeder angehalten, das Hamsterrad, in dem er als Schuldner steckt, ständig am Laufen zu halten. Solange sich das Rad dreht, werden sich die Arbeitgeber über kritiklose Mitarbeiter freuen, der Staat über fleißige Steuerzahler und die Konzerne über nimmersatte Konsumenten.

 

Es darf also nicht dazu kommen, dass das Volk spart und daraus einen Vorteil hat, deshalb gab es in der langfristigen Vergangenheit die verschiedenen Wege der Enteignungen und die der Währungsumstellungen. Immer zum Nachteil des Sparers. So soll es auch diesmal werden, denn die Tage des Euros sind gezählt. Die Europäische Währung wird bereits angezählt, sie ist aber noch auf den Beinen.

 

Die nächste Währungsumstellung ist nicht fern. Das Ersparte ist wieder einmal in höchster Gefahr.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

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