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Die Aktienmärkte brechen mit der Begründung ein, die Aktionäre hätten Angst vor einer weltweiten Rezession. Daraus folgt, die Aktionäre haben mit ihrer Markteinschätzung gänzlich versagt, denn bekanntlich handelt der Aktionär die Zukunft. Zahlen von heute interessieren ihn nicht. Entweder haben die Aktionäre vor 6 Monaten geschlafen, da hätten sie nämlich verkaufen müssen, oder sie handeln heute die Zukunft, dann sind die Aussichten ganz schön düster und die Aktien hätten die letzten Wochen bereits verkauft sein müssen. Die sonst so cleveren Aktionäre haben augenscheinlich die Lage falsch eingeschätzt.

 

Wesentliche Grundpfeiler eines Aktienmarktes sind die Wachstumsaussichten der Wirtschaft. Geht man davon aus, dass die Wirtschaft wächst, investiert der Anleger vermehrt in Aktien, um an den Wertsteigerungen der Unternehmen zu profitieren. Die Annahme ist, daß die Unternehmen in einer blühenden Umgebung gute Gewinne machen und der Aktienkurs dabei steigt. Der Aktienkurs wird immer günstiger, je stärker der Gewinn steigt (Kennzahl: KGV Kurs-Gewinn-Verhältniss). Eine günstig bewerte Aktie würde dann gekauft, die Nachfrage steigt und dadurch steigt der Aktienkurs.

 

Wenn heute die Angst herumgeistert, dass die bisherige Wachstumsstory nicht echt war und die Wirtschaft schweren Zeiten entgegen steuert, dann darf ein Aktionär, der sich in den letzten Monaten und Jahren  mit der Börse beschäftigt hat, nicht vom Kursverfall überrascht sein. Er darf aktuell keine Aktien besitzen, wenn der DAX 25% und mehr verliert. Der Aktionär muss seine Investments mindestens so abgesichert haben, dass diese durch Stopp-Kurse bei DAX Ständen oberhalb von 7000 Punkten hätten verkauft werden müssen.

 

Die Angst vor einer Rezession ist nicht neu. Der Anstieg der letzten Jahre war nicht fundiert und die Wachstumszahlen der Unternehmen nur ein Resultat der Konjunturstimulierungen der Regierungen. Deshalb darf sich kein Börsianer überrascht zeigen.

 

Verfolgt man das aktuelle Durcheinander an den Finanzmärkten, dann haben sich diesmal verdammt viele Anleger mit der Einschätzung der Marktlage vertan. Der Investor selbst wollte bei so vielen Brandherden (Schuldenkrise Europa, Schuldenkrise Amerika, Bankenkrise, Risiko Staatspleiten, Währungskrise, Scheinwachstum) in Aktien investieren. Wer also Aktien besitzt und diese vor lauter Euphorie am Hochpunkt gekauft hat, muss sich an seine eigene Nase fassen.

 

Weder derjenige, der Aktien gekauft hat, noch derjenige, der bestehende Aktienpositionen nicht rechtzeitig verkauft hat, kann sich einer entsprechend positiven Leistung rühmen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

 

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