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Um 10:40 Uhr heute Vormittag war es soweit. Der deutsche Leitindex DAX verlor innerhalb von 50 Minuten beachtliche 160 Punkte. Gebannt blieben die Marktteilnehmer zurück, die wortlos den Einbruch verfolgten. Der DAX ist immer noch zu hoch für die Marktlage, in der wir uns derzeit befinden. Deshalb sind die Abverkäufe auch so erbarmungslos und stark. Während sich die Mehrheit der Börsianer auf steigende Kurse fokussiert und nur zusehen kann, gibt es auch die Möglichkeit, an fallenden Kursen zu verdienen. Das ist gar nicht so schwer, wie der folgende Artikel zeigt.

 

Die meisten Marktteilnehmer bevorzugen die klassische Art der Investition an den Finanzmärkten. Sie kaufen eine Aktie oder ein Wertpapier günstig und hoffen, dass die Kurse anschließend steigen. Tief kaufen und hoch verkaufen, wie sich das gehört. Wenn dann die Börse abstürzt, so wie heute, dann ist die Sorge groß, dass die Investition nicht aufgeht. Pluszeichen drehen sich in Minus, eine positive Wertentwicklung des Depots dreht sich ins Negative.

 

Besonders die Medien befeuern einen DAX-Einbruch entsprechend. Einige Schlagzeilen lauten wie folgt: „Die Angst ist zurück„, „DAX verliert über 3,5%„, „Kurssturz am verunsicherten Aktienmarkt“ oder „Angst vor Rezession lässt DAX einbrechen„.

 

Wenn sich der Beobachter aus seiner Schockstarre lösen kann, dann hat er sich hoffentlich rechtzeitig von seinen Aktien getrennt oder es bleibt nur das bange Hoffen, dass die Kurse sich beruhigen und bald wieder steigen werden.

 

Bekanntlich steigen und fallen die Kurse am Aktienmarkt. Damit kommen wir zum Thema dieses Artikels. Der Anleger muss bei fallenden Kursen nicht zusehen. Er kann auch an den fallenden Kursen partizipieren. Wie das geht, ist ganz einfach. KO-Zertifikate, Optionsscheine und Hebelprodukte im Allgemeinen, die im Namen oder in ihrer Spezifikation die Begriffe Short, Bear oder Put tragen, setzen auf fallenden Kurse.

 

Mit jedem Punkt, den der Basiswert (DAX, Aktie, Währung usw.) fällt, gewinnt der entsprechende Schein. So auch heute, als der DAX am Vormittag eingebrochen ist.

 

Ein Beispiel verdeutlicht die Funktionsweise. Unser heutiges Signal (ID 518) wurde um 10:33 Uhr erstellt und kommuniziert. Da die Analyse fallende Kurse ankündigt, kann mit einem Suchtool ein entsprechendes Wertpapier ausgewählt werden. Am Besten ist es, wenn ein Trader jeden Morgen für den Tag 1-2 Scheine für steigende und für fallende Märkte zurücklegt. Das spart Zeit bei der Auswahl.

 

 

Zur Verdeutlichung der Kursbewegung wurde hier ein Schein von der RBS ausgewählt: AA3PFM.

 

 

Hat der Trader nun ein Shortpapier ausgewählt, dann kann der DAX auch fallen. Der DAX beginnt die Schleusen zu öffnen, die Kurse beginnen zu bröckeln und fallen dann immer schneller. Immer mehr Anleger wollen sich von ihren Aktien trennen, dadurch fällt der Index noch tiefer. Wenn auch noch ein wackliger Markt auf ängstliche Anleger trifft, dann kann es unter Umständen auch einmal sehr schnell nach unten gehen, so wie heute gesehen. Im Chartbild oben ist der intraday Kursverlauf des DAX abgebildet.

 

Wie verhält sich nun die Spekulation auf fallende Kurse? Wie bereits angedeutet, gewinnt das Shortpapier mit jedem Punkt, den der DAX fällt. So auch unser Beispielschein im Chartbild links. Zur Positionseröffnung notierte das Papier bei 2,80 Euro, nach dem Einsturz des DAX dann bei 4,20 Euro. Ein Plus von 1,40 € oder fünfzig Prozent.

 

Es wäre jetzt falsch, aus dem schnellen Wertzuwachs dieses Beispiels abzuleiten, dass die Gewinne im Schlaf gemacht werden können. Es geht schlicht um die Funktionsweise, wie man an fallenden Kursen profitiert. Hebelprodukte bilden beide Richtungen im DAX ab und sind jederzeit mit Vorsicht zu genießen. Ebenso kann man viel Geld, bis hin zum Totalverlust, verlieren, wenn man falsch positioniert ist. Wenn Sie richtig traden wollen, dann geht Sicherheit (Kapitalerhalt) immer vor. Kleine Positionsgröße und geringes Risiko ist richtig.

 

Noch ein Zusatz: Wenn der eine oder andere Leser während der stark fallenden Kurse keine Preise seines Emittenten angezeigt bekommen hat, dann liegt das an der hastigen Bewegung des Marktes. Der Emittent eröffnet zu jeder neuen Position, die ein Trader eingeht, ein Absicherungsgeschäft. Wenn also der Markt einbricht, dann kann der Emittent nicht zum gleichen Kursniveau seine Position eröffnen. In diesem Fall wird kurz gewartet, bis sich die Lage beruhigt und dann werden auch wieder Kurse gestellt. Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es in dem Artikel: „Knock-Out Produkt – Wie verdient der Emittent“ .

 

Zusammenfassung:

Derjenige, der sich heute oder zuvor auf fallende Kurse positioniert hat, konnte also an dem Kurseinbruch verdienen. Dies ist nicht verwerflich, wie die Medien mit Blick auf die Diskussion um Leerverkäufe verkünden, sondern Teil der Börse. Seit Jahrhunderten hat man auf steigende und eben auf fallende Kurse gesetzt.

 

An unserer Signalwand kann man die Shortlastigkeit unserer Analysen erkennen. Die meisten Tradingsignale lauten auf „fallend„. Der Sturm an den Märkten ist noch nicht vorüber, die Anleger sind noch mittendrin. Weitere Kursverluste sind nur eine Frage der Zeit. Mit der entsprechenden Strategie kann sich der Trader die Phase fallender Notierungen zu Nutze machen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

 

 

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