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Anleger flüchten aus Aktien. Wer bis jetzt nicht verstanden hat, dass das aktuelle Finanzsystem im Umbruch ist, dem ist wohl nicht mehr zu helfen. Gold steigt auf Rekordwerte und zeigt deutlich den Vertrauensverlust an, während Aktien gleichzeitig abschmieren. Auffällig stark sind Aktien aus dem Bankbereich betroffen. Finanzinstitute weltweit verlieren zweistellig. Die Zockerei der Finanzinstitute fordert ihren Tribut. Es wird abgerechnet.

 

Die Banken sollen nicht glauben, sie könnten mit ihrer bisherigen Schuldenmacherei durchkommen. Sie haben sich Anleihen aus Krisenländern für gute Prozente ins Depot gelegt. Als dann die Wette nicht aufging und Griechenland & Co die Pleite drohte, dann wollte man wieder einmal Hilfe. Da aber auch die Staaten Pleite sind, ist keine Hilfe zu erwarten.

 

Einige Monate konnte die Scheinwelt, dass die Schuldenprobleme angeblich gelöst werden können, aufrechterhalten werden. Doch niemand kann sich ewig verstecken. Es wird abgerechnet werden müssen, das wissen auch die Anteilshaber. Die Aktionäre sorgen sich vor horrenden Abschreibungen in den Bilanzen, vor Verlusten im Geschäftsbericht bis hin zur Pleite des Finanzinstituts.

 

Französische Banken haben besonders gezockt, sie sind in Portugal, Griechenland, Spanien und Italien voll investiert, wie man das in Trader Worten ausdrücken würde. Besonders die Societe Generale fällt hier auf. Der Markt glaubt an eine mögliche Schieflage der Bank. Die Gerüchte kennen keine Grenzen.

 

Warum sollten die europäischen Banken nicht auch mal pleite gehen? Nordamerikanische Banken gehen im Wochenrytmus pleite. Wir aktualisieren die US-Bankenpleiten jedes Wochenende für Sie, nachdem diese von der amerikanischen Bankenaufsicht bekannt gegeben werden.

 

Die US-Bankenpleiten in der grafischen Übersicht: hier

Die Liste der Pleitebanken: hier

 

Ebenso ist das Toprating Frankreichs in Gefahr. Auch hier geht der Markt bereits von einer Aberkennung der Bestnote aus. Da Frankreich und Deutschland die Einzahler in der EU sind, wäre eine Abstufung wohl das Ende des europäischen Rettungsfonds. Auch Deutschland wird sich nicht ewig halten können. Wann redet man über die Kreditwürdigkeit von Deutschland? Denken Sie nur an die vielen Garantien, die der deutsche Staat vergeben hat. Das kann auch Deutschland nicht stemmen. Alles keine Gründe, warum irgend jemand Aktien kaufen sollte.

 

So ist dann auch die Reaktion der Börse. Der DAX verliert heute vom Tageshoch mehr als 6%, gestern waren es in der Spitze auch über 6% Tagesverlust. Die Anleger wurden heute bewusst auf die falsche Fährte gelockt, denn gestern Abend haben die amerikanischen Börsen kräftig angezogen. Das war völlig aus dem Zusammenhang heraus geschehen. Die Rahmendaten waren bereits schlecht und die FED hatte verkündet, dass sie keine weiteren Ideen mehr hat, wie sie der aussichtslosen Lage Herr werden soll.

 

Trotz dieser unausgesprochenen Aussage zogen die US-Indizes an und schlossen auf Tageshoch. So leicht kann man die Anleger manipulieren. War das vielleicht wieder einmal abgesprochen? Das ist in den USA üblich. Denn auf den Ansturm auf die amerikanischen Aktien gestern folgte heute morgen die Ernüchterung: es gab niemanden, der Aktien kaufen wollte. Die Anschlusskäufe blieben aus.

 

Die Marktteilnehmer sind verunsichert. Wenn dann auch noch eine deutliche Erholung ausbleibt, dann werden die Positionen schnell wieder geschlossen. Offensichtlich wurde der gestrige Rücklauf von institutioneller Seite zum Verkaufen der eigenen Position genutzt. Während die Großen aussteigen, reden die Kleinanleger noch von Kaufgelegenheiten und billigen Aktien.

 

Solange das gestrige Tief bei 5502 Punkten nicht unterschritten wird, kann es auf tiefem Niveau seitwärts laufen. Doch die Panik ist vorhanden und niemand kann eine Beruhigung bewirken.

 

Die Anleger müssen sich nun mit Ereignissen anfreunden, die sie zuvor nicht für möglich gehalten haben. Haben Sie sich vorstellen können, dass verschiedene Aktien in wenigen Wochen 50% verlieren können? Oder das der DAX innerhalb von sieben Handelstagen von 7280 Punkten auf 5502 Punkte fällt und damit 24% verliert?

 

Es hilft auch nicht, auf verschiedene Börsenweisheiten zu verweisen, wie zum Beispiel: „kaufen wenn die Kanonen donnern“. Machen Sie sich keine Hoffnungen, die Lage an den Märkten ist schlecht. Um bei den Börsenweisheiten zu bleiben: “Sie könnten in das fallende Messer greifen“.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

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