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Die Börsen weltweit haben bereits die ganze Woche verloren, manche sogar im zweistelligen Prozentbereich. Die Schlagzeilen überschlagen sich nun. Die Medien sind voll von „fallenden Kursen im DAX“, oder einem „Runterrauschen der Kurse“, „ein Abtauchen der Aktien“ wird vermeldet oder es heißt „der DAX befindet sich im Sinkflug“. Die Medien stellen sich gerne zusammen, wenn die Kurse abschmieren, denn gemeinsam lässt sich der Börsencrash leichter ertragen.

 

Wann ist man von den fallenden Kursen betroffen? Wenn man noch mittendrin ist und man seine Aktien nicht rechtzeitig verkauft hat. Hat man etwa auf steigende Kurse gehofft, zum Beispiel im DAX auf einen Anstieg über 8000 Punkte? War die Gier stärker als die Realisierung der Probleme der Weltwirtschaft?

 

Noch vor wenigen Wochen haben die Medien die Anleger eingepeitscht. Sie haben von rosigen Aussichten berichtet und wollten ein Ende des XXL-Aufschwungs nicht kommen sehen. Die Unternehmen waren hervorragend aufgestellt, so hieß es, und es fehle nur an Fachkräften in Deutschland, um auch die nächsten Jahre als wichtigster Antriebsmotor zu operieren.

 

Die Börsen können übertreiben, das haben sie in der Vergangenheit immer getan. Doch es gibt auch immer einen Zeitpunkt der Abrechnung. Das war zu Neuer-Markt Zeiten nicht anders. Zunächst stiegen die Kurse wie wild. Niemand konnte den Anstieg erklären, wenn kleine Klitschen soviel wert sein sollten wie eine BASF oder eine Lufthansa. Doch der Schein hielt nicht lange.

 

Nur mit kurzfristigen Phantasien vermag die Börsenwelt die Anleger eben nicht zum Kauf animieren. Ebenso wie der aktuelle Schein nicht lange aufrecht erhalten werden konnte. Der Schein nämlich, dass die USA immer so weitermachen könne, indem sie Geld druckt, aber ihre Schulden niemals begleicht. Der Schein, dass die europäische Schuldenkrise mit dem letzten Gipfeltreffen gelöst wurde, indem mehr Geld für die Pleitestaaten zur Verfügung gestellt wurde. Und zu guter Letzt war es nur der Schein eines nie enden wollenden Wachstums, der alle so geblendet hat.

 

In der Vergangenheit begrub die Börse jeglichen Schein mit solch einer starken Dynamik, dass alle Scheinwerte in Schutt und Asche verfallen sind. Und auch jetzt wurde die Realität so schnell wieder hergestellt (ist noch nicht abgeschlossen), dass den Marktteilnehmern das Hören und Sehen verging. Der Schreck sitzt vielen immer noch in den Knochen.

 

Die Angst der Börsianer und der Journalisten äußert sich nun in den Schreckensmeldungen. Doch Angst braucht nur derjenige haben, der seine Stoppkurse nicht gesetzt hatte. Angst brauchen nur diejenigen zu haben, die noch mitten im Börsensturm segeln und auf besseres Börsenwetter hoffen. Wütend dürfen all diejenigen sein, die ihrer Gier verfallen sind und noch Aktien gekauft haben, als der DAX bei 7300 Punkten notiert hat.

 

Die Börse kann beängstigend sein, wenn man zur falschen Zeit investiert ist. Die Zeit und die richtige Richtung sind auschlaggebend für den Börsenerfolg. Wenn Sie short sind, also auf fallende Kurse gesetzt haben, dann klingelt bei Ihnen mit jedem Kursverlust des DAXes die Kasse. Was will das Börsenherz mehr.

 

Den besten Sitzplatz haben all diejenigen, die sich nicht um die letzten Prozente des Anstieges gestritten haben. Diese beobachten nun den Kursverfall aus sicherer Distanz. Wenn man nicht investiert ist, dann braucht man auch keine Angst haben. Sollen sich doch die Anderen fürchten.

 

Wir möchten uns der allgemeinen Börsenpanik nicht anschließen und beglückwünschen all unsere Leser, die das Durcheinander an den Börsen nicht mitgemacht und sich rechtzeitig verabschiedet haben.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

 

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