Service

Die Schwankungen an den Börsen haben zugenommen. Die Volatilität ist gestiegen. Die Kurse steigen schnell und fallen noch schneller. Während sich der DAX in "normalen Zeiten"  um wenige Punkte in einer Minute bewegt hat, ist es nun ein Vielfaches. Das erschwert natürlich das Handeln. Daher ist es wichtig, nicht gierig mit einem Trade zu werden, sondern kleine Brötchen zu backen.

Wenn Sie mit Ihrer Annahme, mit Ihrer Analyse, einen Trade eröffnen, dann sollten Sie die Positionsgröße gering halten. Die Marktsituation hat sich verändert. Sie können auch nicht an einer Baustelle mit der gleichen Geschwindigkeit vorbei fahren, als wenn Sie freie Fahrt haben. Die Volatilität im aktuellen Marktumfeld ist nachteilig für die Börsianer.

Gelegentlich fordern die Trader mehr Volatilität von den Märkten. Es gibt aber zwei verschiedene Versionen und deshalb muss unterschieden werden. Die eine ist die Volatiliät, um der Langeweile des Marktes zu entkommen. Das ist der Fall, wenn der DAX nach der Eröffnung nur seitwärts dümpelt, dabei  ein paar Punkte rauf und ein paar runter klettert, aber unter dem Strich nur eine mickrige Strecke von vielleicht 15 Punkten zurücklegt. Die geforderte Volatilität soll die Spannbreite vergrößern, es sollen dann schon 50 Punkte sein. Daran ist nichts zu bemängeln, die Forderung ist berechtigt. Sie funktioniert unter normalen Umständen.

Der DAX soll morgens fallen und abends steigen, diese Bewegung will der Trader ausnutzen. Dabei muss der Trader die entsprechende Zeit haben einzusteigen, und das geht nur, wenn der DAX sich nicht jede Minute um z.B. 14 Punkte bewegt. Die Kursbewegungen dürfen sich nicht zu hastig ändern.

Kommen wir zu der anderen Art von Volatilität, um die es im aktuellen Marktumfeld geht. Diese Volatiliät der Märkte ist hervorgerufen durch Angst. Hierbei bewegen sich die Kurse ruckartig. Schnell springt der Index nach oben, um dann wieder zu fallen. Für einen gesunden Markt sind die hastigen Bewegungen zu schnell. Der Trader kommt kaum hinterher, seine Position zu eröffen und zu einem angemessenen Chance-Risiko-Verhältnis einzusteigen.

Was ist die Lösung? Wie ist die richtige Vorgehensweise? Fahren Sie Ihre Positionsgröße herunter. Wenn Sie zuvor pro Trade 100 Euro Gewinn erzielen wollten, dann reduzieren Sie Ihr eingesetztes Kapital, so dass Sie bei gleicher Wegstrecke des Basiswertes nur 60 Euro Gewinn erzielen.

Was einfach klingt, ist nicht für jeden Trader leicht umzusetzen. Das Problem ist der Trader selbst. Wenn er nämlich richtig liegt, dann sind ihm mental 40 Euro Gewinn entgangen und das wurmt ihn.

Denken Sie einmal an Ihre Tradinghistorie: Wie oft sind Sie einen Trade eingegangen, bei dem Sie ganz sicher waren, dass dieser erfolgreich werden wird. Und der Trade ist doch im Minus geschlossen worden. Es gibt kein "ganz sicher" an der Börse. Es gibt immer nur Wahrscheinlichkeiten. Es kann immer anders kommen.

In der derzeitigen Marktphase ist dieser Zustand "es kann immer anders kommen" besonders ausgeprägt. Um ruhig handeln zu können, backen Sie kleine Brötchen. Viele kleine Brötchen machen auch satt.

Wir wünschen allen unseren Lesern viel Erfolg an den Märkten.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

Share This