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Die europäische Schuldenkrise gilt als gelöst. Die Zusammenfassung lautet: Griechenland ist  gerettet, weil es nun 109 Mrd. Euro mehr Schulden hat als zuvor. Das versteht doch niemand. Dies als Lösung zu verkaufen ist dreist. Kein Land ist seine Schulden los. Es gibt auch keinen Plan, wie man das erreichen könnte. Was bleibt sind Krisentreffen und leere Worte.

 

Die privaten Gläubiger würden sich zu 20% an der Rettung beteiligen, heisst es. Warum nicht zu 60% oder 80%? Diese haben doch investiert. Es ist doch das Geld der Gläubiger, dass in Gefahr ist und nicht das Geld der Bürger. Aber darum ging es ja gar nicht. Gepriesen wurde es als „Deutschland setzt sich mit der Bankenbeteiligung durch“ und „Merkel beruhigt die deutschen Steuerzahler“ – so so.

 

Die Kanzlerin hatte versprochen, die privaten Gläubiger sollen bei der Rettung Griechenlands mitmachen und sie betonte ausdrücklich – auf freiwilliger Basis. Keiner soll gezwungen werden. Es wäre aber nötig, sagte die Kanzlerin, denn die Last solle nicht nur bei den Steuerzahlern hängen bleiben. Wenn sie also wieder Geld locker machen soll, dann nur mit der Beteiligung der privaten Investoren. Dieses Versprechen wollte eingelöst werden. Und das hat sie mit dem gestrigen Abend getan.

 

Um jemanden freiwillig an etwas zu beteiligen, werden in Wirklichkeit Deals ausgehandelt. Wer weiss denn schon, was im Hintergrund abgemacht wurde. Es könnte so gelaufen sein: ihr, die Banken und Versicherungen, beteiligt euch an der Rettung jeder mit einer bestimmten Summe und wir die Bundesregierung gewähren euch für das doppelte Steuervorteile. Plötzlich beteiligen sich die Institute „freiwillig“ an der Rettung, sie reissen sich sogar darum, helfen zu dürfen. Das liegt nur an der jeweiligen Abmachung, die getroffen wurde.

 

Wenn also die Institute ihren Beitrag an dem Hilfsfonds über Umwege wieder zurück erhalten, dann hätten am Ende wieder die  Steuerzahler die Zeche gezahlt, die Bundeskanzlerin hätte ihr Versprechen eingehalten und die Banken wären wieder davon gekommen. Es ist zum aus der Haut fahren.

 

Da wären noch unsere Medien. Ausnahmslos wurde gefeiert, positiv berichtet, der Erfolg des Gipfels gewürdigt und die angebliche Rettung gepriesen. Von einer kritischen Stimme, eines Hinterfragen dieser Scheinrettung keine Spur. Von aufgeklärten Medien darf der Bürger eigentlich sehr viel mehr erwarten.

 

Denn es ist nun mal so, dass es keine Rettung gegeben hat. Das einzige, was mit dem gestrigen Krisentreffen ein für alle mal bestätigt wurde ist, dass Europa nun eine offizielle Transferunion geworden ist. Die Marschrichtung ist klar, kein Land soll  innerhalb der EU Pleite gehen. Es wird für alle Geld geben.

 

Man wollte ein Zeichen setzen – einen großen Wurf  landen. Keine der hohen Erwartungen hat man einhalten können. Es ist wieder einmal gar nichts passiert. Die EU Führung hat kein Konzept, keinen Plan und demnach kann sie auch keine Rettung vorweisen.

 

Was den Bürgern hier präsentiert wird, ist ein europäisches Armutszeugnis. Schlechter geht es nicht mehr.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

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