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Jeder Trader wurde bei seinen Tradingaktivitäten mindestens einmal gegrillt. Es handelt sich dabei um Knock-Out-Scheine. Jedem KO-Schein liegt ein Knock-Out-Level zugrunde. Wenn dieser während des Handelsverlaufs berührt wird, verfällt der Schein wertlos. Der Trader schimpft daraufhin auf den Emittenten, dass dieser seinen Schein "gegrillt" hat. Der Kursverlauf war nämlich eindeutig. Der Kurs des Basiswertes ist kurz in Richtung des KO-Levels gezogen, hat die entsprechende Marke berührt und danach hat sich der Kurs wieder beruhigt. Die Frage, die sich die Anleger daraufhin stellen, ist immer die gleiche. Warum machen die Emittenten das?

Von vielen Tradern ist der erste Eindruck, dass der Emittent sich an ihren Einsätzen bereichert hat. Dass dem nicht so ist, wurde bereits in dem Artikel: "Knock-Out Produkt – wie verdient der Emittent?" herausgearbeitet. Für die Emittenten ist das Geschäft ein Nullsummenspiel, sie verdienen nicht an den Einsätzen der Anleger.

Es ist in der Realität aber so, dass entscheidende Kursniveaus, bei denen verdächtig viele KO-Scheine ihr Limit haben, oft bewusst angelaufen werden. Die Trader werden mit solch einer Aktion aus dem Markt gekegelt. Das Auslöschen von KO-Scheinen wird durch die Trader auch als "grillen" bezeichnet. Ob nun die Trader gegrillt werden oder der Schein, darf sich jeder Leser selbst aussuchen. Das willentliche Berühren von KO-Levels ist ein Fakt und es darf den Emittenten getrost Absicht unterstellt werden. Warum also wird gegrillt, wenn die Emittenten sich nicht an den Einsätzen der Anleger bereichern?

Der Grund ist so einfach wie logisch. Solange der Trader im Markt ist, wird er keine weiteren Geschäfte tätigen. Er wartet sein aversiertes Kursziel ab. Solange die Anleger nichts tun und warten, verdient auch der Emittent nicht. Damit kommen wir zur Antwort auf die eingangs gestellten Frage. Wenn der Knock-Out-Schein ausgeknockt ist, muß sich der Trader eine neue Einstiegsgelegenheit suchen. Er wählt dann einen neuen Schein aus und sobald die neue Position eingegangen wurde, hat der Emittent wieder einen kleinen Gewinn gemacht.

So läuft der Kreislauf des Geldverdienens bei Hebelprodukten, so verdient der Emittent. Jedesmal, wenn der Trader handelt und neue Scheine kauft, macht der Emittent Profit. Was liegt also näher, als die Trader regelmäßig aus dem Markt zu werfen? Die Trader kaufen dann neue Knock-Out-Produkte und bei den Emittenten klingelt wieder die Kasse.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

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