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Der DAX hat heute die Möglichkeit ordentlich ins Minus zu laufen, Luft abzulassen und die restlichen Bullen zu erlegen. Die Konstellation wie sich die Marktlage derzeit deuten lässt, würde einen crashartigen Absturz unterstützen. Der Index zeigt enorme Schwächen.

 

Der Rücklauf innerhalb der Welle 2 aus unserer Daxanalyse von Anfang Juni lief nur bis zum Mindestzielbereich. Das analysierte und normalerweise oft erreichte Ziel (61,8% Retracement) von 7378 Punkten ist nicht annährend erreicht worden. Bei 7231 Punkten  (38,2% Retracement – als „optimal“ im unteren Bild gekennzeichnet) war erstmal Schluss. Es ist nicht auszuschließen, das sich die Welle 2 noch entwickelt (alternativ 2 im Bild), das ist solange noch möglich, solange der DAX nicht unter 6991 Punkten notiert.  Mit den derzeitigen Erkenntnissen ist aber nicht von einem nochmaligen Anstieg auszugehen.

 

 

Die Lage ist deshalb brisant, weil heute dreifacher Hexensabbat ist, es verfallen an den Terminbörsen zahlreiche Index-Futures und -Optionen. Nur aus diesem Grund kann und wird der Markt noch im erträglichen Rahmen gehalten. Die Spekulanten sind in der Vergangenheit Geschäfte eingegangen, die heute um 13:00 Uhr abgerechnet werden. Marktteilnehmer versuchen bis dahin, den DAX so hoch wie möglich zu halten.

 

Natürlich ist jede Marktmacht begrenzt. Wenn zuviele Marktteilnehmer verkaufen wollen, dann werden sie nicht bis 13:00 Uhr warten wollen. Außerdem möchte auch niemand auf dem falschen Fuß erwischt werden, es ist besser, die Aktien noch bei Kursen über 7000 Punkten zu verkaufen, als nachher bei 6800 Punkten.

 

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird am Wochenende, spätestens am Montag, eine Entscheidung zu Griechenland fallen.  Erstens: Die Gläubiger beteiligen sich am Rettungspaket, das wollen sie aber nicht. Zweitens: Eine Zahlung wie bisher nur durch die EU/IWF findet statt, das will der Hauptzahler Deutschland aber nicht mittragen. Das bedeutet von einer Rettung wie bisher ist nicht auszugehen. Und Drittens, etwas was in den Medien nicht dargestellt wird: die Griechen könnten auch selbst die Eurozone verlassen.  Sieht man die Wut der Bürger, dann erkennt man, dass die Helenen nicht weiter bereit sind, sich von der EU weiterhin diktieren zu lassen. Da keine Hoffnung auf weitere finanziellen Hilfen besteht, wird die Regierung (auch in eigenem Interesse) einen Austritt am Wochenende beschließen können.

 

All die drei oben genannten Möglichkeiten zur Schuldenkrise gehen mit Unsicherheiten her, die die Finanzmärkte nicht vertragen. Die Marktteilnehmer werden unter diesen Umständen nicht geneigt sein, über das Wochenende investiert zu bleiben.

 

Dieses aktuelle Gebräu aus unsicherer Lage, Schuldenkrise in der Eurozone, Staatsbankrott USA, abkühlender Konjunktur in Europa, Wachstumsabschwächung in China und Inflationssorgen wird sich panikartig entladen.

 

Vorsicht: Ein DAX Crash oder ein „schwarzer Freitag“ ist nicht auszuschließen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

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