Indikatoren-Trading

An der Börse geht es immer ums Gewinnen. Die Aktienkurse gewinnen, das Depot gewinnt, die Indizes gewinnen. Die Trader wollen auch Gewinner sein, denn gewinnen ist die Maxime.

Das Streben nach Gewinnen ist eine positive Eigenschaft und grundsätzlich erstrebenswert. Es darf aber dabei die Möglichkeit von Verlusten nicht ausgeschlossen werden. Besonders, wenn ein Trader aufeinanderfolgend mehrere Gewinne erziehlt hat, dann neigt dieser dazu, das Risiko kleinzureden und riskiert meist zuviel. Derzeit herrscht erhöhte Alarmbereitschaft, denn durch den langen Anstieg des DAX glaubt der Anleger, der Markt steige bald wieder. Er projiziert die Vergangenheit auf die Zukunft. Doch das ist gefährlich.

Gerade dieser Tage, wo der DAX stark fällt, ist eine Reflektion des eigenen Handelns sehr sinnvoll. Denken Sie nur daran, wie der Index hin und her springt, manchmal ganz ohne Plan. Da kann der Trader nur verlieren. Oder denken Sie daran, wie der deutsche Leitindex am nächsten Handelstag mit einem riesigen GAP nach unten eröffnet (>100 Punkte). Wenn Sie in solch einer Situation investiert sind, dann werden Sie viel Geld verlieren.

Wie oft haben Sie sich in der Vergangenheit gefreut, dass Sie nicht investiert waren? Wenn Goldminen Aktien zweistellig verloren haben oder Solaraktien eingebrochen sind? Es ist ein gutes Gefühl, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert und man als Anleger nicht davon überrascht wird.  Der Anleger empfindet ein Hochgefühl, dass dem des Gewinnemachens gleicht. Man gewinnt also, wenn man nicht verloren hat.

Aktien kann man kaufen oder verkaufen, Kurse steigen oder fallen, Position werden eröffnet oder geschlossen. Es wird immer gewählt zwischen "ja" oder "nein", so denkt der Investor. Doch tatsächlich gibt es an der Börse auch immer eine dritte Möglichkeit: nämlich nicht investiert zu sein.

Jeder, der an der Börse investieren will, muss sich der dritten Möglichkeit bewusst sein. Sie ist äußerst nützlich und sehr oft sinnvoll. Wenn die Marktlage nicht klar ersichtlich ist oder wenn eine sinnvolle Analyse von Einstiegssignalen nicht möglich ist, dann sollte der Trader stark sein und auch einmal nicht investieren.

Nicht investiert zu sein bedeutet, sein Kapital im Sturm zu schützen. Im Börsenumfeld nennt sich das: "an der Seitenlinie stehen". "Den Markt aus der Distanz" zu betrachten ist oft sinnvoll und sollte öfter genutzt werden. Blind in den Markt gehen kann bekanntlich jeder.

Die Börse ist auch am nächsten Tag noch da. Der Trader wird auch morgen noch eine Möglichkeit bekommen zu handeln und Wertpapiere zu erwerben. Dann nämlich, wenn die Marktlage sich geklärt hat und der Sturm vorübergezogen ist.

Den meisten Tradern fällt es schwer, an der Seitenlinie zu stehen und nicht investiert zu sein. Denken Sie immer an die dritte Möglichkeit, Sie haben die Wahl.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

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