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Mit den starken Kursverlusten der letzten Tage bestätigt der deutsche Leitindex den Trendbruch vom 16.05.2011. In der letzten Daxanalyse wurde bereits ein Ausbruch aus dem Trendkananal analysiert, der sich jetzt entfaltet. Die Wucht des Abverkaufs lässt ein Kursziel von ca. 6400 Punkten prognostizieren.

 

Nur für wenige Tage konnten die Käufer den Index noch einmal in Richtung 7400 Punkte heben, doch zu mehr reichte es nicht. Ein Rücklauf an die untere Linie des Trendkanals nennt sich „Kissback“. Der Index schmiegt sich noch einmal an die durchbrochene Linie. Wenn die Kraft der Käufer dann ausreicht, wieder in den Trendkanal einzutauchen, dann spricht man von einem Fehlausbruch. Wenn nicht, spricht der Börsianer von einer Bestätigung des Ausbruchs.

 

Der Kissback Rücklauf hat noch einen weiteren Sinn. Diejenigen, die den Ausbruch rechtzeitig erkannt haben, nutzen den Rücklauf, um ihre bestehenden Positionen abzubauen. So auch in diesem Fall geschehen. Sobald dann wieder fallende Kurse einsetzen, versuchen viele Marktteilnehmer gleichzeitig zu verkaufen und drücken die Kurse umso stärker.

 

Zusammen mit den bekannten Rahmenbedingungen (wie das sich abschwächende Wirtschaftswachstum, die Umschuldungsdebatte in Griechenland, die Schuldenkrise in den USA und die Proteste in Spanien) laden die Umstände nicht zum Aktienerwerb ein. Ganz aktuell wurde am Wochenende eine Abstufung der Kreditwürdigkeit von Italien angekündigt. Die Ratingagentur S&P hat den Ausblick auf negativ gesenkt.

 

Staatsbankrott(e) wohin das Auge schaut.  Es wird geflüstert, dass die Gelder von Griechenland nur noch bis zum 18.07. reichen werden. Sollte nicht bald eine neue Transferzahlung der EU erfolgen, müsste der Staatsbankrott ausgerufen werden, so der griechische Ministerpräsident Papandreou. Mit dem Staatsbankrott kämpfen auch die USA. Die Schuldenobergrenze ist bereits erreicht. Die USA dürfen offiziell keine neuen Kredite mehr aufnehmen. Auch in diesem Fall geht der Markt von einer bereits eingetretenen Pleite aus, die nur noch mit Tricks kaschiert wird. Die Märkte glauben, dass das Geld der USA nur noch bis zum August reicht.

 

Distributionsphase:

Mit diesen wenig erfreulichen Nachrichten im Handgepäck macht sich der DAX auf den Weg nach unten. Die Anleger wollen plötzlich keine Aktien mehr. Unsere Haltung, die Marktlage der letzten Woche als die Phase der  Distribution einzuordnen, hat sich als richtig erwiesen.

 

So lief die Distributionsphase ab:

 

29.April – Titel des Artikels: Taxifahrer wollen Aktien kaufen

Dies war der Warnschuss für eine Umkehr der Märkte. Wenn sich die wenig erfahrenen Anleger für den Aktienerwerb erwärmen und die Medien immer schneller die Jahreshochs feiern, ist die Gefahr besonders groß, dass die Party bald vorbei ist.

 

03. Mai – Titel des Artikels: Wundern Sie sich noch?

Mit der Fake-Meldung über den Tod von Osama Bin Laden wurde den Märkten die letzte Spritze gesetzt. In die Euphorie hinein wurden die Aktienpakete abgeladen.

 

11.Mai – Titel des Artikels: Die Marktteilnehmer sind nervös

Die Investoren begreifen, dass irgendetwas nicht stimmt. Die großen Anleger wissen es bereits, die Kleinen erkennen die Gefahr noch nicht. Neue Hochs werden nicht mehr erklommen.

 

13.Mai -Titel des Artikels: PPT rettet die Aktienmärkte

Die Finanzmärkte fallen. In allergrößter Not verhindert das Plunge Protection Team einen Absturz der Märkte. Zu mehr als einer Stabilisierung reicht es aber nicht.

 

16.Mai – Titel des Artikel: DAX fällt immer weiter

Die Märkte versuchen Optimismus zu verbreiten. Doch die Schlauen lassen sich nicht beirren und veräußern weiter ihre Anteile. Die Verkäufer dominieren.

 

17.Mai – Titel des Artikel: DAX verlässt den Trendkanal

Auch das Chartbild trübt sich ein und deutet eine Schwäche im Markt an.

 

Die Märkte schaffen es immer wieder, die Unerfahrenen an die Börse zu locken. Sie klingeln zum Einstieg und die kleinen Anleger lassen sich locken. Die Großen verkaufen und die Kleinen sitzen auf den Aktien und beklagen ihr Minus. Das Timing ist regelmäßig schlecht für die Privatinvestoren.

 

Das aktuelle Sentiment ist betrübt. Plötzlich ist die Euphorie der Realität gewichen und das zeigt sich im DAX wieder. Der scharfe Einbruch der letzten Tage wird erst der Anfang sein und zu weiteren Aktienverkäufen animieren. Mit der Eintrübung im Chartbild ist eine Korrektur bis 6400 Punkte einzuplanen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

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